Mit dem richtigen Mindset fährst du eine gute Zeit. Mit dem richtigen Soulset fährst du nur für dich. Steht beides am Start – bist du unschlagbar. In meinem Blog Racetime erfährst du alles rund um Startplätze, Stockerlplätze und Bestzeiten. Aber auch Interessantes, Spannendes und all das, was sich in der Skiwelt so abspielt. Aus meiner Sicht. Erste Reihe fußfrei. Ganz persönlich und echt.

BLOG 15

10.09.2020

Kurzer Review zu den Sommermonaten

Hey meine Lieben,

es ist schon eine ziemlich lange Weile her, dass es ein Update von mir persönlich gab.

Viel Zeit ist vergangen und die Monate von Mai bis August sind regelrecht verflogen. Deshalb fange ich gleich an und versuche euch einen kleinen Einblick in die bisherigen Sommervorbereitung und die Zeit nach dem Lockdown zu geben.

Nachdem die Quarantäne aufgehoben wurde, starteten wir in Sölden unter spannenden Vorsichtsmaßnahmen und Richtlinien auf Schnee wieder durch. Die Planung wurde heuer natürlich an die Gegebenheiten angepasst, weil es, wie für alle anderen auch, wichtig war, flexibel zu sein. Deshalb sind wir in den Monaten Mai und Juni einfach mehr ski gefahren als in den anderen Jahren und hatten dafür im August – durch den Ausfall der Übersee-Trainings – eine etwas längere Zeit zuhause. Ich persönlich war richtig begeistert und wirklich wieder heiß auf die Schneetrainings. Klingt wahrscheinlich komisch, wenn man sich im Mai auf das Skifahren freut, aber wir waren ja auch alle schon zwei Monate zuhause und haben den ersten Kondiblock vorgezogen. Zudem waren die Bedingungen einfach ein Traum und die Vorsichtsmaßnahmen haben uns zum Glück auf der Piste nicht beeinflusst. Wir konnten alle Disziplinen trainieren und perfekt abdecken, was für mich als Allrounderin extrem wichtig ist. Ganz ehrlich habe ich jeden Tag auf Skiern genossen, auch wenn der Wecker an manchen Tagen schon vor 4 Uhr in der Früh geklingelt hat. Spätestens beim Sonnenaufgang am Berg oder beim Kaffee nach dem Training war das aber wieder vergessen. Ich bin froh und dankbar, dass es so eine gute Zusammenarbeit mit Sölden und dem Skiverband gibt.

Klar war alles etwas ungewohnt und anders, aber ich konnte in den Monaten Mai und Juni schon eine richtig gute Basis legen. Angefangen von der Skitechnik und den vielen Trainingsmöglichkeiten, bis hin zum Material konnte ich gut arbeiten und mich dann „relaxed“ auf das Sommertraining konzentrieren. Dieses habe ich, wie die Jahre zuvor, daheim im Therapiezentrum Radl absolviert. Auch hier war uns wieder wichtig, dass wir immer weiter kommen und dabei nie die Abwechslung vergessen. Dafür bin ich Wolfi extrem dankbar – er macht einen super Job und ist steht‘s flexibel! Auch wenn es mit den Corona-Auflagen zu Beginn nicht immer einfach war und durch unsere unsichere Planung immer wieder zu Verschiebungen gekommen ist, schaffte er es, das Beste aus mir heraus zu holen. Der Juli und der August standen ganz im Fokus von Konditionstraining und der dazugehörigen Regeneration. Natürlich durfte auch Zeit für die Familie, Freunde und Privates dabei nicht zu kurz kommen.

Ich kann euch gar nicht sagen, wie froh und dankbar ich heuer war, auch den „wärmsten“ Monat August zuhause zu verbringen und nicht meilenweit wegfliegen zu müssen, um skifahren zu können. Vielleicht einfach etwas Besonderes, da wir sonst im August immer am anderen Ende der Welt sind.

Nach einer kurzen Erkältung und damit verbunden einer erzwungenen Pause Ende August, stand dann das erste Skicamp am Programm, welches durch die Corona-Pandemie kurzfristig vom Ausland wieder nach Sölden verlegt wurde. Für mich ehrlich gesagt ein klares Heimspiel, denn was gibt es Schöneres, als nach der „Sommerpause“ daheim die ersten Schwünge zu ziehen. Einfach ein richtiges Privileg, denn ich fahre einfach nach wie vor am allerliebsten zuhause Ski. Trotz richtig warmer Sommertage hatten wir das Glück, dass am Berg perfekte Bedingungen herrschten und wir gleich wieder im Trainingsmodus waren.

Mittlerweile sind wir schon wieder in der Schweiz unterwegs, um uns weiter perfekt auf die kommende Saison vorzubereiten.

Alles Liebe und bis bald, eure Franzi

BLOG 14

26.03.2020

Sportlich durch die Corona Zeit

Hallo,
ich hoffe euch geht es gut und ihr seid alle gesund!

Wahrscheinlich geht es uns derzeit allen gleich: Wir befinden uns mehr oder weniger im „Home Office“ und das ist gerade für mich als Freiluftsportler eine ganz neue Situation. Da ich das Training draußen in der Natur doch sehr liebe, heißt es, sich so schnell wie möglich umzustellen. Denn mittlerweile habe ich mir als Alternative zumindest ein cooles Gartenoffice mit diversen Trainingsgeräten zurecht gemacht. Dank der super Unterstützung vom Therapiezentrum Radl, wo ich immer mein Sommertraining absolviere, kein Problem.
So abrupt wie die Saison beendet wurde, war dann auch zu Hause Stillstand. Diesen nutzte ich in der ersten Woche, um einfach mal runter zu kommen und meinen Frühjahrsputz zu erledigen. Zudem war ich noch nicht wirklich motiviert mich kopfüber in das Sommerprogramm zu stürzen, weil es doch eine sehr komische Situation für uns ist, da wir normalerweise ja noch im Wettkampfmodus sind.

Ich habe mir deshalb die Zeit genommen, um zu reflektieren, zu entspannen, mal nichts tun zu müssen und ich wieder motiviert bin und einen richtigen Antrieb verspüre. Mir ist das deshalb so wichtig, da ich nach meinen Verletzungen mit dem ständigen Vollgas und immer 110% geben schon ein gewisses Lehrgeld zahlen musste. Auch der Kopf hat mal etwas Ruhe und Abstand verdient, nicht nur der Körper. Wer mich kennt, der weiß wie wichtig es mir ist, dass es ohne Muss und Zwang geht. Damit habe ich nämlich noch nie etwas gewonnen und schon gar nicht viel bewegt in meinem Leben.

Wie auch schon in meinem persönlichen Blog erwähnt, denke ich hier relativ ähnlich über die momentane Situation. Ich möchte sie als Chance nutzen, für mich und meinen Körper das richtige Maß zu finden und mit diesem Maß noch stärker zu werden. Vielleicht auch, um die ein oder andere Herangehensweise nochmal zu überdenken, um mein Potential noch besser auf den Punkt bringen zu können.

Wie gesagt, in der ersten Woche waren noch einige Aufgaben zu erledigen ehe ich zur Ruhe gekommen bin. Dann hat’s noch ein bisschen gedauert bis mich in der zweiten Woche wieder die Motivation gepackt hat und ich einfach kreativ meine Einheiten trainieren konnte. Frei von jeglichen Plänen, einfach was mir Spaß gemacht hat und mich auf meinem Leistungsniveau hält. Von Grundlagen bis Zirkel und ein paar Übungen mit der Hantel waren verschiedene Sachen dabei. Es war auch eine gute Abmachung mit meinem Trainer nicht sofort wieder zu 100% nach Plan arbeiten zu müssen. Ich wollte einfach nicht gleich abstumpfen. Das kommt alles noch früh genug diesen Sommer. Denn schon bald folgt wieder der Alltag, die genauen Trainingspläne mit den Strukturen und Schwerpunkten.
Ich werde euch auf dem Laufenden halten und es wird sicher noch ein persönliches Statement zu der abgelaufenen Saison in einem anderen Blog geben.
Bleibt gesund und fit – auch in der Quarantäne.

Bis bald und liebe Grüße, Franzi

BLOG 13

18.03.2020

Energiehaushalt im Sport

Hallo ihr Lieben,

einmal mehr eine Einsicht und ehrliche Antwort zu Trainingspausen und Regeneration, was für eine Rolle die Sichtweise und Einstellung spielt, wie es mir kurz vor dem entgültigen Stopp ging und wie wir eigentlich die Unruhe schon vor dem ganzen Virus an unseren Programmänderungen merkten:

Wenn ich ehrlich bin, ist es sehr wichtig das Training zu steuern, Pausen einzulegen und auch Reize richtig zu setzen.
Aber auch einmal mehr wichtig (und vielleicht sogar noch wichtiger), ist, wie es einem emotional geht. Wenn du ein sensibler Mensch bist, kann dies viel gravierender sein als eine körperliche Pause.

Gerade in Zeiten, in denen soviel in der Luft hängt und Programmänderungen tagtäglich sind, ist es sehr schwer und herausfordernd bei einem selbst zu bleiben. Man soll ja das Training mit der gewissen Lockerheit fahren und ohne sich im Bezug auf die Rennen zu stressen. Da kommt es schon viel darauf an, wie relaxed du gerade emotional bist und was für ein Typ von Mensch du bist. Bist du sehr perfektionistisch, sicherheitsbedacht und hast vielleicht noch dazu kurzzeitlich nicht das größe Vertrauen in dich selbst, bist du „geliefert“, wenn wir ehrlich sind.

Deshalb glaube ich, dass es extrem wichtig ist Tag für Tag zu nehmen, die wesentlichen Dinge zu erledigen bzw. zu erarbeiten und jegliche Gedanken auf „Wenn und Aber“ und „Wie, wer, wo, was?“ so gut es geht auf Null zu schalten und die richtigen und aktuell wichtigen Schritte zu machen.

Wie schwer das ist, kann jeder selber einstufen und einschätzen. Wenn man zur Arbeit geht und dort 100%ig anwesend sein möchte, aber weiß, dass zu Hause der Hut brennt oder man andere Erledigungen im Hinterkopf hat, wird es mit der Konzentration schwierig.

Vielleicht gehört es aber dazu zum Prozess des Wachstums und den Herausforderungen des Lebens und irgendwann wird uns dann klar, dass das alles Dinge sind, von denen wir uns niemals aus der Ruhe bringen lassen sollten.

Denn jeder Tag hat nunmal „nur“ 24 Stunden – deshalb sollten wir so gut es geht jede davon nutzen und in vollen Zügen genießen.
Auf keinen Fall sollten wir sie daher mit unnötigen Energieräubern oder Ereignissen verbringen, die wir sowieso nicht beeinflussen können.

Theoretisch einmal mehr alles easy, es wird aber Zeit, das auch in der Praxis umzusetzen 🤞🏼. Vielleicht stellt uns genau diese Zeit jetzt etwas mehr Herausforderungen zu diesen Themen und wir können gleich daran arbeiten.

Ihr hört ganz bald von mir.

Alles Liebe und ganz viel Gesundheit derweil, eure Franzi

BLOG 12

02.03.2020

Flashback - wenn du weisst, dass etwas möglich ist

Hey ihr Lieben,

nachdem die letze Alpine Kombination der Saison leider wegen zu viel Neuschnee abgesagt wurde, sind wir am Weg nachhause und ich bin dabei die letzte Zeit noch einmal Revue passieren zu lassen. Hier also ein kleiner Einblick dazu:

Es war eine richtig lässige Zeit und wie ihr wisst, mag ich die Abwechslung der Disziplinen sehr gerne. Aber alles auf einmal geht auch nicht immer. Deshalb bin ich sehr frog über die Planung und Herangehensweise, die wir dieses Jahr gewählt haben.

Mit Vorfreude bin ich schon zu den Speedrennen angereist, was meist ein gutes Zeichen ist. Zudem gab mir das Speedtraining, welches ich vorher absolvierte, Motivation. Es hat einfach richtig Spaß gemacht. Lange Rede kurzer Sinn – von Tag zu Tag konnte ich mich in Crans Montana steigern und jetzt, eine Woche später habe ich es vielleicht ein bisschen realisiert und kann das zweite Podium meiner Karriere besser einordnen. Ein Traum und einmal mehr ein kleiner Befreiungsschlag für mich, weil ich meine Leistung an diesem Tag auf den Punkt bringen konnte. Skitechnisch gesehen, aber auch von meiner Einstellung und dem Mental.

Mit dem Wissen, dass etwas möglich ist – man hat schon eine sehr gute Ausgangsposition geschaffen und muss „nur“ noch einen soliden Slalom fahren – am Start zu stehen ist ein spannendes Gefühl. Für mich, jetzt wo ich es ein bisschen besser und in Ruhe einordnen konnte, sehr viel Wert, dass mir das gelungen ist.
Den Wert zu beschreiben fällt mir schwer, denn es ist etwas wofür viele mit mir jeden Tag arbeiten, mir helfen besser zu werden und mir den Rücken stärken. Aber alle können dir nur bis zu einem gewissen Punkt helfen, dann stehst du alleine da und musst dein Potential zeigen. Oft passiert genau dann das Zurückziehen und das Zweifeln, aber – und das ist ein Vorteil für mich – unabhängig von dem was passiert, ist es ein unglaublich schönes Gefühl Stabilität und Rückhalt zu haben.

Auch wenn nicht jeder Tag gleich ist und sich da und dort auch wieder mal Zweifel, Unsicherheit oder ähnliches einschleichen, wir sind eben alles Menschen und vielleicht steht man manchmal mit dem falschen Fuß auf. Wie es beim Super G in La Thuile zum Beispiel war.

Ich glaube das ist es, warum jeder von uns jeden Tag hart arbeitet, um es dann am Tag X auf den Punkt zu bringen. Um das in der nötigen Konstanz machen zu können, braucht es bei mir noch ein bisschen Übung, Erfahrung und Vertrauen. Aber ich bin sehr froh und zum Teil war es auch ein bisschen Selbstbestätigung für mich und darauf werde ich aufbauen. Ich nehme wieder sehr viel Lehrreiches mit, freue mich auf eine Pause zuhause und bin mehr als gespannt wie unsere Saison weiter geht bzw. wo und wie wir unsere letzten Rennen bestreiten werden.

Alles Liebe und bis ganz bald, eure Franzi

BLOG 11

26.02.2020

Update seit Langem und mein zweites Podium

Hey ihr Lieben,

nach einer längeren Pause in meinem Blog, melde ich mich wieder persönlich zu Wort. Es war einfach viel los und daher wenig Zeit für mich am Computer. Zwischn Trainingseinheiten, einem hatnäckigen Schnupfen (dermich immer noch teilweise im Griff hat) und den jetzt wieder gewohnten Rennwochenenden, gab es einiges zu tun für mich. Zudem wollte ich auch etwas Zeit für mich persönlich und für meine Freunde haben, aber auch zum Reflektieren und um mich mit deien Gedanken zu beschäftigen.

In den vier Wochen Rennpause zwischen Sestriere und Kranjska Gora hatten wir sehr gute Traininsgeinheiten und nutzten die Zeit, um an technischen Mankos, dem Material aber auch an der Herangehensweise generell zu arbeiten. Für mich standen in dieser Zeit auch ein paar Tage Super-G-Trainings am Programm, um mich auf die bevorstehenden Rennen vorzubereiten und auch wieder das Gefühl für die Geschwindigkeit zu bekommen.

Wie sich dann gleich in Kranjska Gora zeigte, machte sich die Arbeit bezahlt und wir konnten ein cooles Teamergebnis und gute Teilpassagen mitnehmen. Ich war teilweise sehr zufrieden mit meiner Leistung, dennoch gilt für mich, das was ich kann einfach auf den Punkt bringen. Aber wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel. Und dieser stimmt – meine Stimmung und meine Motivation sind sehr gut und ich freue mich auf die nächsten Aufgaben. Denn im Moment geht es für mich noch einmal Schlag auf Schlag mit einem vollen Rennkalender bis zum Saisonsende. 🙂

Zurück von Kranjska Gora gab es einen kurzen Zwischenstopp zuhause um mich etwas zu erholen und endlich meinen hatnäckigen Schnupfen los zu werden, ehe das nächste spannende Wochenende vor mir lag: Das Abfahrtstraining, mein Debüt in einer Weltcup-Abfahrt und mein zweiter Podestplatz im Weltcup in Crans Montana.

Mir hat’s richtig getaugt wieder mal auf den langen Skiern unterwegs zu sein und ich konnte mich Tag für Tag steigern. Auch die Speed-Gruppe hat mich sehr nett aufgenommen und warm empfangen, was enorm wichtig für mich ist. Da fühl ich mich gleich wohler und es fällt mir auch leichter meine Leistung zu zeigen. Somit war ich von Beginn an sehr locker. Unglaublich lässig war für mich der Sonntag, an dem die Alpine Kombination am Programm stand. Ich konnte mein Skifahren schon im Super G gut auf den Punkt bringen und war sehr zufrieden und mega glücklich, dass es mir auch noch gelungen ist, ein soliden Slalom ins Ziel zu bringen. Zudem freut es mich sehr, dass sich die Arbeit lohnt oder besser gesagt meine Allrounder-Fähigkeiten langsam auch Früchte trägt. Deshalb auch ein riesen großes Danke an mein Team und alle, die mich unterstützen.

Bald geht’s weiter in La Thuile mit den nächsten Rennen, ich wünsche euch inzwischen alles Gute und einen guten Start in die Fastenzeit 😛

Alles Liebe, eure Franzi

BLOG 10

20.01.2020

Kurzer Blick hinter die Kulissen zwischendurch

Hey ihr Lieben,

heute melde ich mich mal wieder zu Wort und lass euch kurz einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Natürlich ist es immer sehr bitter, wenn du aktuell gut drauf bist und es dann im Rennen nicht zeigen kannst. Für mich gehört, wie ihr wisst, immer der Mensch als Ganzes in den Mittelpunkt und was für mich unter diesem Aspekt Fakt ist, ist: Funktionieren funktioniert nicht mehr!

Du musst es leben, musst bereit sein über deine Grenzen hinauszuwachsen und gerade durch solche kleinen Hürden kannst du wachsen – wenn du es zulässt.
Was natürlich geschrieben wieder einfacher klingt als praktisch angewandt. Es braucht Geduld, Vertrauen, den Sprung über den eigenen Schatten und, einmal mehr, die gewisse Akzeptanz einem selbst gegenüber.

Denn in Wahrheit liegt soviel so nah zusammen. Am Samstag waren es 0,20 s – das ist nicht mal ein Wimpernschlag. Es fordert dich aber heraus, trotzdem zu vertrauen und deinen Weg in dem Wissen zu gehen, dass die Richtung stimmt und nur eine Kleinigkeit, ein Selbstzweifel mich zurückgehalten hat, an diesem Tag mein volles Potential zu zeigen. Manchmal sind wir auch am Rennhang mit eigenen Grenzen, vielleicht sogar Ängsten, die uns kleinhalten, konfrontiert.
Trotz alledem bin ich der selbe Mensch, die selbe Persönlichkeit – weder größer noch kleiner. Vielleicht etwas näher an mir, an meinem persönlichen Weg.

Der Erfolg hat nichts direkt mit der reinen, eigenen Persönlichkeit zu tun, denn er macht uns weder besser noch schlechter! Eine Zeit lang können wir vielleicht Defizite aus anderen Bereichen kompensieren, aber irgendwann ist auch das vorbei und du willst nichts mehr mit Äußerlichkeiten kompensieren. Denn alles liegt in dir.

Niederlagen gibt es öfter, ich glaube es geht aber darum, wie du mit solchen umgehst! Klar war es ein Dämpfer und hat mich kurz berührt, aber ich l(i)ebe ich diesen Sport zu sehr, um mich davon beirren zu lassen. Wäre auch schlecht, denn dann wäre ich fehl am Platz. Aber ganz klar geht es um den Weg – und der Weg ist das Ziel! Ich bin davon überzeugt, dass er stimmt, ich noch viele Erkenntnisse gewinnen kann und dadurch immer größer werde.

Für mich steht jetzt eine Pause zuhause an, welche ich fleißig fürs Konditionstraining und auch ein bisschen Erholung nutzen werde, ehe es für uns wieder zum Schneetraining geht, um für die restliche Saison fit zu sein ☺

Ich freu mich jetzt schon drauf. Genießt das herrliche Winterwetter!
Alles Liebe, eure Franzi

BLOG 09

29.12.2019

Zwischen Keksen, Lienz-Goodvibes und dem neuen Jahr

Hey ihr Lieben,

Schon gleich nach Weihnachten, ein paar ruhigen Stunden mit der Familie und dem ein oder anderen Keks, stand für uns das nächste Highlight an: Ein Heimrennen in Lienz.

Immer schön vor den österreichischen Fans Rennen zu fahren. Da spürt man einfach die Faszination für den Wintersport und das gibt uns natürlich noch zusätzlichen Boost.

Mit motivierter Stimmung und zwei Trainingstagen nach Weihnachten, ging es für uns nach Lienz. Viel Zeit blieb nicht ehe es los ging, wartete doch die übliche Rennvorbereitung mit Training, Medien und Physiotherapie.

Der Riesentorlauf stand an. Nach zwei eher verpatzen GS-Rennen, in denen ich meine aktuelle Leistung nicht zeigen konnte, war es für mich sehr wichtig wieder Punkte zu sammeln, um mich Schritt für Schritt in den Top 30 zu etablieren. Einmal mehr bestätigte sich, wie wichtig es ist, ein Team hinter mir zu haben, das mich stärkt und mit mir gemeinsam weiterarbeitet, mir Stabilität gibt und auch weiß, was in mir steckt und mir hilft konstanter zu werden! Ich wollte einfach wieder mit Herz, Lockerheit und Freude zeigen was ich drauf habe. Bei einem anspruchsvollen Rennen ist mir das gelungen – froh über und stolz auf ein paar richtig coole Schwünge komm ich immer näher heran.

Der Slalom war auch ein richtig cooler Renntag mit Sonnenschein, guter Piste und dem ersten Top 30-Startplatz in dieser Disziplin. Zudem fühlte ich mich recht gut und das Motto war „Attake“ – klar möchte man die Startnummer halten und weiter nach vorne kommen, aber „Wer nichts wagt, der nichts gewinnt“. Leider gab’s nach einem guten Start einen Einfädler, welcher kurz sehr schmerzte. Aber das Wichtigste ist das Gefühl und Vertrauen mitzunehmen, und zu wissen, dass ich schnelle Schwünge im Gepäck habe. Krönchen richten und weiter machen. Freu mich schon auf die nächsten Chancen.

Jetzt gibt es einen Zwischenstopp zuhause, um mit Familie und Freunden das Jahr ausklingen und Revue passieren zu lassen und an neuen Visionen zu schmieden.

Ich wünsche euch ein gutes neues Jahr, viel Gesundheit und unvergessliche spannende Momente 2020✨

Cheers, eure Franzi

BLOG 08

19.12.2019

Wow, das macht Lust auf mehr!

Hallo ihr Lieben,

während Weihnachten immer näher rückt, sind wir wie gewohnt mitten in der Saison und es bleibt nur wenig Zeit für Kekse, Christkindlmarkt und Adventzeit.

Was auch gut so ist, denn schließlich habe ich letztes Wochenende ein ziemliches Highlight erlebt. Mein erstes Podium im Weltcup. Kann mich mal jemand rütteln? Irgendwie ist es immer noch ziemlich crazy. Sehr cool die Bestätigung zu bekommen, auch wenn man nicht danach verlangt. Einfach das macht, was man kann, mit bestmöglichen Einsatz und man dann sieht, was alles möglich ist, wenn alles zusammen passt. Natürlich motiviert das zusätzlich und stimmt mich sehr positiv, denn die Form scheint gut zu sein.

Ich bin einfach wahnsinnig dankbar und ziemlich überwältigt. Vor allem freut es mich irrsinnig, wie viele hinter mir stehen, mit mir mitfiebern und mir die Daumen drücken. Denn das macht das Ganze noch viel viel schöner und spezieller. Also: Ein riesengroßes DANKE an euch alle!

Zudem muss ich sagen, ohne einem TEAM von Leuten, das hinter uns allen steht, würde rein gar nichts laufen. Danke an die leisen helfenden Hände tagtäglich, um uns bestmögliche Trainingsbedingungen zu bieten, unseren Körper fit zu halten, schauen dass wir uns bestmöglich regenerieren können und frei im Kopf sind. Die Liste wäre ziemlich lange, wenn ich jeden persönlich erwähnen würde, aber ich denke ihr wisst, wen ich ansprechen möchte.

Ich finde dieser kleine Spruch passt perfekt dazu:
find a team, surrounded by people who understand you,
help you grow, with the way you are to be the best version of yourself.
and then never forget to treat this team with gratitude 🙌🏼

(Finde ein Team, bestehend aus Menschen, die dich verstehen, dir helfen zu wachsen und dich so nehmen, wie du bist, damit du die beste Version von dir selbst sein kannst. Und dann vergiss nie, diesem Team dankbar zu sein 🙌)

Am Sonntag ist dann alles relativ schnell passiert: Rennen fahren, Interviews, Siegererhrung, Pressekonferenz, Shuttle und dann schon der Flug nach Courchevel. Dank vieler helfenden Hände schaffte ich den Flug noch knapp. Sogar mit den Skischuhen war ich noch am Flugplatz. Hatte aber kaum meine Sachen beieinander und sogar mein Handy in St. Moritz bei meinem Servicemann vergessen. Hahaha, eigentlich eine witzige Geschichte – so schnell kann dann auch alles gehen. Viel Zeit blieb jedoch nicht, das Ganze sacken zu lassen und einzuordnen. Denn der Riesenslalom in Courchevel stand am Programm. Kurz habe ich mich geärgert, weil einfach mehr drin gewesen wäre, aber am Dienstag hat vielleicht einfach der letzte Pfiff gefehlt. Nach einer kurzen Pause zuhause sind wir schon wieder fleißig beim Trainieren. Mit neuer Energie und richtig viel Spaß lautet meine Devise „Mund abputzen und weiter machen“ 😉
Denn bald stehen schon die nächsten Rennen an und ich freu mich sehr.

Ich wünsche euch in der Zwischenzeit eine schöne Weihnachtszeit – wir werden uns auch über die Feiertage ein paar Tage Ruhe mit den Liebsten gönnen. Auftanken, gut gehen lassen, Kopf frei machen und dann geht’s in Lienz schon wieder mit einem Heimrennen weiter – ich freu mich jetzt schon.

Alles Liebe und eine ruhige Zeit mit vielen schönen erfüllten Momenten wünsch‘ ich euch.
Bis ganz bald, Franzi

BLOG 07

02.12.2019

Über dem Teich - Die Nordamerika-Rennen

Hallo meine Lieben,

ich hoffe euch geht‘s gut und ihr genießt die besinnliche Adventzeit.

Mein Rennwochenende in Killington war wirklich eine harte Nuss😅! Aber wie heißt es so schön: Die am härtesten verdienten Punkte sind meist die schönsten. Nach einem verpatzten Riesenslalom und obwohl ich mich richtig gut fühlte, aber einfach im Lauf selbst mit den Bedingungen nicht zurechtgekommen bin und ein zu passives Skifahren an den Tag gelegt habe, versuchte ich, es im gleichen Atemzug am Sonntag im Slalom zu zeigen.

Das Einzige, das mich am Samstag ein bisschen berührt hat, war die Tatsache, dass ich meine guten Schwünge und meine aktuelle Performance nicht zeigen konnte. Klar bewegt es mich, denn wenn es nicht so wäre, wüsste ich, dass ich den falschen „Job“ habe. Dennoch ist es ein schmaler Grat, den Fokus und den Glauben entweder zu behalten oder eben zu verlieren. Wie so oft im Alltag auch, zeigen sich diese Herausforderungen bei uns Sportlern jedoch offensichtlicher, gehen vielleicht tiefer als bei einem „normalen Job“, weil wir mit mehr Emotionen dabei sind. Denn der Sport lebt von Emotionen und das ist auch das Beste daran. Dennoch gib es da den stetigen Lernprozess und dieser fängt bei den Emotionen an und hört dort auf. Es geht im Wesentlichen darum, zu lernen mit diesen umzugehen und an ihnen zu wachsen.

Wie im normalen Leben auch, gilt es hier, die Dinge anzunehmen wie sie sind, zu akzeptieren und den Fokus wieder auf das gute Gefühl zu legen. Denn schließlich geht es darum, das Gefühl zu leben und zu zeigen, und nicht darum, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen.

Im Slalom ist es mir einmal mehr mit hoher Startnummer und unter schweren Bedingungen gelungen, ein paar wertvolle Punkte zu ergattern. Ich muss sagen, ich habe an diesem Tag alles gegeben, deshalb bin ich vorerst zufrieden mit meiner Leistung und freue mich schon wieder auf das Training und die weiteren Rennen.

Meine Lehren sind gezogen und jetzt heißt es, wieder das Gefühl „laufen zu lassen“.

Aber zuerst gib es jetzt eine Pause zuhause zum Auftanken, Zeit mit den Liebsten verbringen, Kaffee trinken, Weihnachtsstimmung aufzusaugen und einfach mal abzuschalten.

Eine schöne Zeit und bis bald.
Alles Liebe, Franziska

BLOG 06

26.11.2019

Zwischen Levi und Killington wie in der Zeitmasche

Hey ihr Lieben,

ein kleines Update von mir, wie es zwischen den Rennen so abläuft.

Angekommen im wahrsten Sinne des Wortes. Zwischen Rennen, Flughafen, Autofahrten und dem wahren Winter – es geht Schlag auf Schlag: Nach einem kurzen Trainingscamp in Schweden mit der finalen Slalomvorbereitung ging es für uns nach Levi. Gespannt auf das zweite Rennen und den endgültigen Startschuss in die Saison.

Mit dem Rennen in Levi gab‘s für mich auch gleich einen guten Start in die Slalomsaison. Sehr erfreulich war es, mit hoher Startnummer gleich in die Top 15 zu fahren und wichtige Punkte zu ergattern. Trotz eines super coolen Teamergebnisses mit dem ersten Stockerlplatz meiner Teamkollegin Kathi Truppe, blieb uns nicht viel Zeit zum Durchschnaufen oder Anstoßen.

Gleich am Abend vom Renntag ging für uns schon der erste Flug nach Helsinki, die Hauptstadt von Finnland. Von dort aus gleich weiter, gefühlt wie in einer Zeitmaschine, nach Amerika, wo am kommenden Wochenende die nächsten Rennen auf uns warten.

Die ersten Tage heißt es Jetlag verarbeiten, in den Rhythmus kommen und Kräfte sammeln,
da die Reisen schon sehr anstrengend sind. Deshalb ist es auch einmal mehr wichtig, gut auf seinen Körper und das Gefühl zu hören. Eine Balance zu finden zwischen nötiger Regeneration und den Körper mit Aktivitäten, Konditionseinheiten und auch Schneetraining wieder auf Touren zu bringen ist dabei der Fokus, damit wir für die kommenden Aufgaben und das Rennwochenende gerüstet sind. Die wenigen Trainingstage, welche wir hier in Amerika haben, werden bestens genützt, denn die Schneebedingungen passen.

Ich freue mich deshalb sehr auf das bevorstehende Wochenende und die Stimmung hier bei den Rennen. Mein Ziel ist es, wieder mit meiner Freude und Lockerheit mein Können zu zeigen und das zu tun, was ich gerne mache.

Ich wünsche euch in der Zwischenzeit alles Gute und einen schönen Start in die Weihnachtszeit am ersten Adventsonntag.

Alles Liebe, eure Franzi

BLOG 05

12.11.2019

Emotionen - wenn man etwas zurück gibt

Hallo meine Lieben,

heute möchte ich euch mal daran teilhaben lassen, wie schön es ist, all die Emotionen, Erlebnisse und echten Gefühle auf meinem Weg mit anderen Menschen zu teilen.

Nicht immer ist alles Gold was glänzt, aber ich bin fest davon überzeugt, dass alles im Leben zurück kommt. Deshalb freut es mich wahnsinnig, im Moment so viele schöne Emotionen erleben zu dürfen und noch viel mehr, diese Emotionen in anderen Menschen zu sehen.

Angefangen bei meiner Familie, die mich jeden Tag und immer unterstützt, meinen Freunden, die mich von klein auf kennen und mir immer Verständnis entgegenbringen, meinen Betreuern und den Menschen, die mich wachsen sehen und mich dabei unterstützen meine Vision zu leben, bis hin zu den Menschen, die mit mir mitfiebern und die ich damit anstecken kann, sich für einen Sport, ein Hobby oder eine Leidenschaft zu begeistern und diesem/dieser dann folgen.

Das Schöne an dieser Geschichte ist, wenn du deine Freude teilen kannst, jemanden anstecken kannst, mit dem was du machst und ausstrahlst. Womöglich auch etwas zurückgeben kannst, weil sie mit dir mitfühlen aus eigenen Erfahrungen. Aus Erlebnissen, die sie als Kinder gemacht haben oder einfach, weil sie deine Laufbahn verfolgen, wissen wer du bist und wie du versuchst jeden Tag die beste Version von dir selbst zu sein. Es ist schön, wenn ich wahrnehmen kann, welche Begeisterung sie haben oder wie berührt sie sind und dadurch anfangen, das Leben selber wieder mit anderen Augen zu sehen, wieder mehr zu leben. An das Gute glauben, seine „Arschbacken zusammen zu kneifen“ und dem Leben mit einem Lächeln entgegen zu sehen.

Ich glaube darum geht es auch – das Leben möchte gelebt werden, mit allen Facetten. Im Sport, im Alltag, in Beziehungen mit Herausforderungen, Stärken und Schwächen, mit Mut Ausbrüchen und der Echtheit.

Deshalb freue ich mich irrsinnig auf die kommende Zeit auf meinen zwei Brettern, umgeben von vielen Emotionen und geteilter Freude – gemeinsam mit all meinen Freunden, Betreuern und Menschen, die mit mir mitfiebern.

Wünsche euch einen guten Start in den richtigen Winter!

Nur das Beste, eure Franzi

BLOG 04

30.10.2019

Dahoam is Dahoam - Auftaktrennen

Einfach nur WOW. Soviel Energie, pure Freude, Sonnenschein, Familie, Freunde, Unterstützer, ein wahnsinnig cooles Rennen und auch ein Wehmutstropfen und Mitgefühl war an diesem Tag dabei.

Was für ein Saisons-Start für mich in die neue Saison und das „Dahoam“ wo es schließlich am schönsten ist. Ich konnte an diesem Tag einfach so viel genießen, ich fühlte mich wohl und wollte einfach mit meiner Leidenschaft Skifahren, das mir das dann so gelingt, war um so schöner. Langsam mit etwas Abstand auf die Dinge konnte ich es für mich noch einmal Revue passieren lassen. Denn das Skifahren war eine Sache, die ganzen Emotionen nach dem Rennen die andere. Es waren für mich so viele schöne Eindrücke. Da ich doch ein sehr emotionaler Mensch bin, steckten all diese Emotionen noch in meinen Körper und ich ließ es mal sacken. Ein schöner Tag der jedoch auch Wehmut dabei hatte, es ist nie schön jemanden stürzen zu sehen, schon gar nicht deine Teamkollegin, weil ich weiß und sehr gut mitfühlen kann wünsche ich dir liebe Berni eine gute Genesung und ganz viel Kraft. #comebackstronger

Jedoch ein sehr schönes Gefühl, wenn du diese unbeschreiblichen Emotionen auch so wahrnehmen kannst und du die Freude deiner Mitmenschen und die es wirklich ehrlich mit dir meinen wahrnehmen kannst.

Wenn du spürst wie du die Menschen berührst und wie deinem gegenüber das Herz aufgeht. Du ihnen etwas zurück gibst und sie vor Freude einfach strahlen. Weil sie dich kennen, mit dir arbeiten oder gearbeitet haben, dich unterstützen und weil sie wissen, wer der Mensch hinter der Startnummer ist. Womöglich eines der schönsten Gefühle von Gemeinschaft und Zusammenhalt.

Das war die erste Standortbestimmung des heurigen Winters. Mit diesem Zusammenhalt, dieser Leidenschaft werde ich eifrig weiter arbeiten und auch auf alle meine Ebenen achten, wie ich im vorherigen Blog erwähnt habe.

Zwischenzeitlich habe ich schon wieder Kondition trainiert und die Vorbereitung für den Slalom Auftakt in Levi aufgenommen. Bald geht es für uns nach Schweden für ein kurzes Training ehe wir nach Finnland reisen.

Die besten Grüße eure Franzi

BLOG 03

17.10.2019

One week to go – Weltcup Sölden

Hallo ihr Lieben,

der Countdown läuft, eine Woche noch, dann ist es soweit und ich stehe wieder mit brennenden Feuer im Starthaus und kann es kaum erwarten zuhause in die neue Saison zu starten.

In den letzten Wochen hatten wir ein vielseitiges Programm, Training auf den Gletschern, Einkleidung, Fotoshootings, Konditionseinheiten und etwas Zeit für die mentale Seite und Freizeit blieb auch noch.

Zum Teil haben wir schwierige Bedingungen beim Training auf den umliegenden Gletschern vorgefunden, was wiederum doch sehr gut ist, da wir sehr viel unterschiedliche Schneebedingungen testen konnten. Mit dem Trainingsverlauf bin ich so weit sehr zufrieden. Denn das allerwichtigste vorab ich fühle mich fit und bin gesund. Somit kann ich mich Schritt für Schritt weiter entwickeln. Konstanz in meiner Leistung zeigen, mich festigen und mit Freude meinen Job leben. Ich bin froh über die letzten beiden Wochen in Hintertux und Daheim in Sölden. Ich meine Daheim zu trainieren ist sowieso immer am schönsten. Wir nutzten auch die Gelegenheit am Rennhang zu fahren – was immer eine gute Sache ist, da er bekanntlich doch seine Tücken hat. Einfach ist es nie in Sölden, aber ich freue mich und bin bereit mein aktuell bestes Skifahren zu zeigen.

Im Oktober kurz vor der Saison ist es meiner Meinung nach sehr wichtig alle Bereiche so gut wie möglich ausgeglichen zu haben. In vergangenen Jahren war ich mir dessen schon bewusst, mir war es aber nicht gelungen es wirklich umzusetzen. Daher versuchte ich es heuer auch so gut wie möglich auf mein Gefühl zu hören, wovon brauche ich noch mehr, reicht es an Trainingstagen, brauchte ich Pause oder was ist das beste. Unterstützt von meinen Trainern und einem echt guten Umfeld, wo ich mich derzeit sehr wohlfühle, brachte ich auch den Mut auf zu sagen, was meine Bedürfnisse sind. Immer mehr in das Feingefühl kommen und als Team zu funktionieren das ist der Fokus.

Wie üblich freut sich jeder, dass es wieder los geht und doch sind alle sehr gespannt auf das erste Rennen, wo man steht und was es noch zu verbessern gibt. Ich freue mich wahnsinnig auf mein Heimrennen und werde einfach locker lässig Skifahren, mit meiner Begeisterung zu dem Sport der mich seit meiner Kindheit prägt, der Unterstützung meiner Familie, Freunden und nahestehenden und was dann am Tag X herauskommt, ist für mich die erste Stellungnahme der heurigen Saison, wo ich mich dann eifrig weiter entwickeln werde.

Somit wünsche ich euch ein tolles Weltcupwochenende und
ich freue mich auf eure Unterstützung bis bald alles liebe eure Franzi

BLOG 02

06.10.2019

Veränderungen und Neuigkeiten über den Sommer

Hallo meine lieben,
mittlerweile bin ich schon wieder mittendrin zwischen Gletschertraining, Materialtests und den Vorbereitungen auf den nahenden Winter, mit einigen kleinen oder doch großen Neuigkeiten. Wie ihr wisst, startet für uns Skifahrer die Saison nicht erst im August, sondern die Vorbereitungen starten im April für die neue Saison! Für mich startete die Saison 2019/20 mit einigen Veränderungen. „Das Leben ist ständig Veränderung, deshalb ist es auch an der Zeit den nächsten Schritt zu wagen.“ Angefangen mit dem Aufstieg in den A-Kader, einem Mannschaftswechsel in die Weltcup Technik Gruppe bis hin zu meinen neuen Servicemann Rudi von meiner Ski Firma Head war einiges los im Frühjahr. Sehr erfreuliche Neuigkeiten und Chancen für mich, mich neu zu strukturieren und weiterzuentwickeln. Zudem konnte ich gleich im April mit dem neuen Team die hervorragenden Schneebedingungen nutzen und entschied mich daher für nur eine kurze Pause nach der Saison. Wir nutzten im April die perfekten Bedingungen zum Skifahren, da es als Allrounderin nicht immer einfach ist alle Disziplinen abzudecken. Daher konnte ich noch wertvolle Trainingstage für die Skitechnik, aber auch für die Speed Disziplinen Super-G und Abfahrt wichtige Trainings absolvieren. Gleichzeitig startete ich mein Konditionstraining im Therapiezentrum Radl, wo ich meine Einheiten Kraft, Ausdauer, Koordination über dem Sommer direkt vor meiner Haustüre und auch viel in der Natur abspule. Mit dem Team standen auch zwei Konditionskurse auf dem Programm, was sehr gut war, da es auch Abwechslung in den Trainingsalltag brachte. Anfang August war es dann so weit, es ging für das gesamte Team nach Übersee genauer gesagt Neuseeland, wo wir für drei Wochen unseren ersten Schwerpunkt am Schnee mit dem Aufbau von Slalom und Riesenslalom setzen konnten. Wieder zurück in Österreich angekommen waren im September noch knapp zweieinhalb Wochen Konditionstraining am Plan, welche wir dann mit den Konditionstests abgeschlossen haben und uns somit den letzten Feinschliff vor der Saison holen konnten. Aktuell sind wir auf den heimischen Gletschern unterwegs und arbeiten an unserer Basis von Neuseeland eifrig weiter, ich halte euch auf dem Laufenden.

Bis bald alles Liebe eure Franzi 

BLOG 01

23.09.2019

Startschuss am Sport Blog und bald in die neue Saison

Wenn die neue Saison vor der Haustür steht, liegt meist schon ein ganzes Stück Arbeit hinter uns. Der Startschuss fällt im April. Jeder Sportler mit seiner eigenen Vision, eigenen Entscheidungen und eigenen Plan um noch besser zu werden.

Spannend für die Zuschauer und Sportinteressierten wird’s natürlich erst wenn Rennen anstehen. Welche Rennen wir aber im Sommer mit uns selber fahren, welche verschiedenen Bereiche trainiert werden und was es ausmacht das gesamte zu einem Ganzen zu bringen zeigen dann meist die Erfolge im Winter.

Was aber alles dahintersteckt, sehen viele nicht, denn bei einem Lauf im Winter der eine Minute und 30 Sekunden lang dauert, der volle Achtsamkeit, Konzentration, Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Aktion und Reaktion von einem verlangt, dort kann das auf den ersten Blick auch nicht gesehen werden. Zudem sollte das Mindset für Renntage und die ganze Saison auch noch stimmen.

Wo fängst du an wo hörst du auf? Welche Bereiche haben die Priorität. Die Antwort muss jeder selber für sich herausfinden. Für mich ist es ein Ganzes. Die Balance muss stimmen,
körperlich, mental, emotional alle Ebenen müssen ausgeglichen sein.

Angefangen von einem Team das dich umgibt, wo du dich wohlfühlst. Beraten von deinen engsten Familienmitgliedern, Bekannten, die dich von klein auf kennen, die dich haben aufwachsen sehen und Trainern denen du richtig vertraust.
Einen gemeinsamen Plan mit der ähnlichen Einstellung, dem Verständnis deiner Denkweise, Lebensweise und deinem Warum.
Strukturiertes, hartes Konditionstraining abgestimmt mit der richtigen Regeneration. Umgeben von einem motivierten, zum pushen angeregten Trainingsumfeld.

Wie es beim Konditionstraining mit dem Aktiv und Passiv ist. Ist es meiner Meinung nach mit allem, auch mit dem Mindset.
Aktiv an der mentalen Verfassung für den Winter arbeiten, nicht aber übertreiben.
Sich mit dem Gefühl auseinandersetzen, Emotionen wahrnehmen und spüren. Darin aber nicht verlieren.
Auf den Körper hören was er braucht und was nicht. Pushen wenn’s zum Pushen ist. Nachgeben, Pause gönnen, wenn der Körper genug hat.
Ausgewogene gesunde Ernährung praktizieren, in dem ich auf meine Bedürfnisse höre und nicht strikt und eiskalt eine gesonderte Diät stur verfolgen.

Ein schmaler Grad, die richtige Balance zu finden. Das richtige Setup. Mein Setup läuft auf das gesamte hinaus.

Das war’s vorerst, mit weiteren Themen werde ich euch bald am laufenden halten.
Alles liebe eure Franzi

Element 12

Body, Mind, Soul. Ganz(heitlich) oder gar nicht. Ich lebe nach einem einfachen Prinzip. Mein persönliches Glücksprinzip. Eine wahre Herzensangelegenheit. Und das Dreieck stehe dabei als Synonym für die wichtigsten Faktoren in meinem Leben. Im persönlichen wie auch im sportlichen. Und vor allem im seelischen. Denn ohne Soulset kein Mindset. Ohne Dreiklang kein Einklang. Und ohne Balance keine Bestzeit.