Private Zone.

Hier geht’s um mich. Das, was mich täglich motiviert und begeistert. Die kleinen großen Dinge, für die ich dankbar bin und die mich näher bringen. Zu mir, zu meiner wahren Natur. Der Mensch im Rennanzug, hinter der Startnummer, der ich wirklich bin. Das Ötztaler Madl, das ich immer schon war. Und das, was hinter den Kulissen dieses majestätischen Sports steht.

BLOG 32

18.09.2020

Privat

Was bedeutet eigentlich für mich das Motto „Immer dem Herzen nach“?

Hallo meine Lieben,

obwohl ihr euch vielleicht schon das ein oder andere Mal gefragt habt, was eigentlich der Hashtag/Slogan „Immer dem Herzen nach“ für mich bedeutet, habe ich euch die Antwort darauf lange vorenthalten. Da auch beim Q&A von Sport.Tirol eben diese Frage aufgetaucht ist, möchte ich jetzt die Gelegenheit nutzen und mit euch meine diesbezüglichen Gedanken, Gefühle und was ich damit verbinde, teilen.

Für mich bedeutet „Immer dem Herzen nach“ die eigene, gefühlte Wahrheit zu leben. Nach meiner Intuition zu leben. Offen zu sein für neue Erfahrungen. Dennoch frei zu vertreten, wofür ich stehe, wie ich die Welt sehe, was mir wichtig ist. Alles ohne Bewertung. Rein für meine Intentionen und Gefühle einzustehen. Mich auch mal gegen alte Strukturen zu stellen und Dinge anders zu machen. Andere Wege zu gehen, die sich für mich stimmig anfühlen. Auch einmal nein zu sagen, wenn‘s für mich nicht passt, auch wenn die Gesellschaft und alle äußeren Faktoren, Statistiken und bisherigen Erfahrungen „ja“ sagen würden. Achtsam zu sein und für mich zu versuchen darüber zu entscheiden, was das Richtige ist – ohne geblendet zu werden von alten Gewohnheiten, angelernten Mustern oder den Strukturen, mit denen wir aufgewachsen sind. Gesunde Grenzen zum Einfluss von außen zu setzen und mich dennoch nicht selbst begrenzen.

Ich nenn es „mein Herz“, dem ich folgen möchte und das ist „der Weg“, dem ich nachgehen möchte. Andere nennen es vielleicht „auf das Bauchgefühl hören“.

Für die eigenen Empfindungen, mit der eigenen Wahrheit aus dem Herzen heraus und mit einfachen Impulsen den eigenen Weg durch das Labyrinth des Leben zu finden – dafür steht mein Slogan. Dafür stehe ich. Respektvoll, auf Augenhöhe, weder besser oder schlechter als der Andere, einfach das eigene Leben zu leben ohne Bewertung, frei von Engstirnigkeit.

Natürlich erfordert es Mut, dass ich diese Zeilen hier schreibe. Auch ich bin immer wieder gefordert, mich zwischen meinen Gedanken und meinen Gefühlen einzupendeln. Mich dafür zu entscheiden, wem ich jetzt recht gebe. Richtig oder falsch gibt es nicht, es endet alles in einer Erfahrung. Ganz ehrlich, es ist die Balance, die auch hier die perfekte Mischung ausmacht: Das Herz kennt den Weg, den Kopf brauchen wir für die Umsetzung und die Handlungen.

Wenn wir auf den Geschmack von Herzentscheidungen gekommen sind und einen Hauch von diesen Auswirkungen bemerken, entsteht für mich ein Gefühl von Erfüllung und Freiheit und ich komme immer einen Schritt näher zu mir. Vor allem dann, wenn diese Entscheidung einen gewichtigen Teil an Mut erfordert, mich herausfordert und ich mich einmal mehr besser selbst kennen lernen darf.

Der Mut auf die innere Stimme, die Intuition, das Herz, das Bauchgefühl – nennen wir es, wie wir wollen – zu hören, kann richtig beflügeln, ist aber bei Gott nicht immer einfach. Gerade in Situationen, wo im Außen alles dagegen sprechen zu scheint und der Verstand einfach null Anhaltspunkte und nichts Greifbares hat und es keine Erfahrungswerte gibt. Dennoch muss ich klar sagen, ich habe mich für meine Stimme immer dem Herzen nach entschieden. Bin immer noch am Wachsen, dabei zu üben, Entscheidungen klarer aus meinem Gefühl heraus zu treffen und ständig beim Verfeinern der Balance zwischen Herz und Kopf. Und soll ich euch etwas verraten? Ich denke, genau das wird niemals enden. Aber es ist es mehr als wert für mich, diesen Mut, diese Herausforderungen, teils Erfahrungen mit tiefen Emotionen, zu gehen. Weil genau das ist für mich das echte Leben.

Vielleicht ist auch dies zugleich ein bisschen die Antwort darauf, warum es diesen Blog hier gibt. Auch mal meine Gedanken, Gefühle und Emotionen frei laufen zu lassen und zu zeigen, was mich bewegt. Wie dieser Text – einfach aus dem Herzen heraus…

Bis ganz bald! Alles Liebe, eure Franzi

BLOG 31

10.09.2020

sport

Kurzer Review zu den Sommermonaten

Hey meine Lieben,

es ist schon eine ziemlich lange Weile her, dass es ein Update von mir persönlich gab.

Viel Zeit ist vergangen und die Monate von Mai bis August sind regelrecht verflogen. Deshalb fange ich gleich an und versuche euch einen kleinen Einblick in die bisherigen Sommervorbereitung und die Zeit nach dem Lockdown zu geben.

Nachdem die Quarantäne aufgehoben wurde, starteten wir in Sölden unter spannenden Vorsichtsmaßnahmen und Richtlinien auf Schnee wieder durch. Die Planung wurde heuer natürlich an die Gegebenheiten angepasst, weil es, wie für alle anderen auch, wichtig war, flexibel zu sein. Deshalb sind wir in den Monaten Mai und Juni einfach mehr ski gefahren als in den anderen Jahren und hatten dafür im August – durch den Ausfall der Übersee-Trainings – eine etwas längere Zeit zuhause. Ich persönlich war richtig begeistert und wirklich wieder heiß auf die Schneetrainings. Klingt wahrscheinlich komisch, wenn man sich im Mai auf das Skifahren freut, aber wir waren ja auch alle schon zwei Monate zuhause und haben den ersten Kondiblock vorgezogen. Zudem waren die Bedingungen einfach ein Traum und die Vorsichtsmaßnahmen haben uns zum Glück auf der Piste nicht beeinflusst. Wir konnten alle Disziplinen trainieren und perfekt abdecken, was für mich als Allrounderin extrem wichtig ist. Ganz ehrlich habe ich jeden Tag auf Skiern genossen, auch wenn der Wecker an manchen Tagen schon vor 4 Uhr in der Früh geklingelt hat. Spätestens beim Sonnenaufgang am Berg oder beim Kaffee nach dem Training war das aber wieder vergessen. Ich bin froh und dankbar, dass es so eine gute Zusammenarbeit mit Sölden und dem Skiverband gibt.

Klar war alles etwas ungewohnt und anders, aber ich konnte in den Monaten Mai und Juni schon eine richtig gute Basis legen. Angefangen von der Skitechnik und den vielen Trainingsmöglichkeiten, bis hin zum Material konnte ich gut arbeiten und mich dann „relaxed“ auf das Sommertraining konzentrieren. Dieses habe ich, wie die Jahre zuvor, daheim im Therapiezentrum Radl absolviert. Auch hier war uns wieder wichtig, dass wir immer weiter kommen und dabei nie die Abwechslung vergessen. Dafür bin ich Wolfi extrem dankbar – er macht einen super Job und ist steht‘s flexibel! Auch wenn es mit den Corona-Auflagen zu Beginn nicht immer einfach war und durch unsere unsichere Planung immer wieder zu Verschiebungen gekommen ist, schaffte er es, das Beste aus mir heraus zu holen. Der Juli und der August standen ganz im Fokus von Konditionstraining und der dazugehörigen Regeneration. Natürlich durfte auch Zeit für die Familie, Freunde und Privates dabei nicht zu kurz kommen.

Ich kann euch gar nicht sagen, wie froh und dankbar ich heuer war, auch den „wärmsten“ Monat August zuhause zu verbringen und nicht meilenweit wegfliegen zu müssen, um skifahren zu können. Vielleicht einfach etwas Besonderes, da wir sonst im August immer am anderen Ende der Welt sind.

Nach einer kurzen Erkältung und damit verbunden einer erzwungenen Pause Ende August, stand dann das erste Skicamp am Programm, welches durch die Corona-Pandemie kurzfristig vom Ausland wieder nach Sölden verlegt wurde. Für mich ehrlich gesagt ein klares Heimspiel, denn was gibt es Schöneres, als nach der „Sommerpause“ daheim die ersten Schwünge zu ziehen. Einfach ein richtiges Privileg, denn ich fahre einfach nach wie vor am allerliebsten zuhause Ski. Trotz richtig warmer Sommertage hatten wir das Glück, dass am Berg perfekte Bedingungen herrschten und wir gleich wieder im Trainingsmodus waren.

Mittlerweile sind wir schon wieder in der Schweiz unterwegs, um uns weiter perfekt auf die kommende Saison vorzubereiten.

Alles Liebe und bis bald, eure Franzi

BLOG 30

04.09.2020

Privat

Jeder ist seines Glückes Schmied

Hey ihr Lieben,

sehr lange ist’s her seit ich mich das letzte Mal schriftlich und mit persönlichen Gedanken bei euch gemeldet habe. Aber kein Wunder – so viel wie aktuell rund um die Welt los ist, ist leider auch bei mir dieser Teil etwas unter die Räder gekommen. Und wie ihr wisst, ist es mir ein Anliegen, dass das Schreiben kein Zwang ist, sondern es soll für mich viel mehr ein Austausch sein, der leicht von der Hand geht.

Ich frage und wundere mich, was diese Zeit mit uns allen gerade macht. Ob jeder so in der Umbruchsstimmung ist und sich für jeden direkt oder indirekt viele Dinge verändern? Nicht nur im Außen sondern viel mehr im Inneren. Ob sich gewisse Strukturen, Gedanken, Wertungen und eigene Prinzipien verändern? Wenn ich die letzten paar Monate Revue passieren lasse, scheint alles irgendwie gleich, doch in Wahrheit ist kein bisschen gleich. Kein Gedanke ist am selben Ort wie vorher und meine Einstellung ist auch eine andere.

Als Beispiel dazu ein Einblick: Zu Beginn der Krise, die uns alle trifft, wurden wir von den Medien überlaufen, es gab nur noch ein Thema: Corona. Teilweise hatten wir Angst, teilweise haben wir über uns bestimmen lassen und uns an die strikten Vorgaben, die mit dem Lockdown kamen, gehalten. Damit kam viel Zeit zum Nachzudenken – viel Zeit, in der wir sehen konnten, wie fremdbestimmt der Mensch in Wahrheit ist und in welchem System wir leben. Jeder war im Ungewissen: Wie geht’s weiter, wo soll’s hinführen? Durch die Unsicherheit haben wir uns auf die Anweisungen von außen gestützt, weil dies etwas Sicherheit gab. (Es machte zumindest den Anschein und da wir Menschen Sicherheit lieben, war es die naheliegendste Möglichkeit ruhig zu bleiben.)

Ganz ehrlich – wir wissen heute auch noch nicht, wie es wirklich weiter geht, aber was wir wissen und langsam durch eine vermehrte Bewusstwerdung einsehen, ist, dass sich etwas verändert. Und zwar das, dass man selbst anfängt die Wahrheit zu suchen, für sich selbst, für die Geschichte und für das Leben. Keiner weiß genau was das Corona-Virus ist – ob es richtig gefährlich ist oder nicht. Wir lassen uns aber nicht mehr nur von den medialen Kanälen blenden, weil diese selbst immer häufiger über verschiedene Meinungen berichten, die sehr widersprüchlich sind. Vielleicht liegt die Lösung ja wirklich darin, sich selbst Gedanken darüber zu machen, für welche Wahrheit jeder einzelne lebt und diese dann einsetzt.

Ein weiterer Gedanke dazu ist nämlich, dass viele Menschen wahrscheinlich eine ähnliche Einstellung zu gewissen Themen haben. Sich aber nicht trauen diese auszusprechen, geschweige denn zu leben – aus Angst, der oder die Erste zu sein und runter gemacht zu werden. Wenn aber jeder ein wenig mehr von seinen Gedanken, Potentialen, Werten und seiner wirklichen Wahrheit (insofern man sich darüber im Klaren ist) Preis gibt, ergibt das eine ganz schöne Masse und ein starkes Miteinander, wo an einem Strang gezogen werden kann und wir uns wieder gegenseitig mit Respekt, Ehrlichkeit, Zusammenhalt und tiefen Werten anerkennen und auf einer ganz anderen Basis zusammen leben können.

Deshalb die vielen Zitate und Texte in den sozialen Medien, die ich teilweise sehr gut finde. Die es aber im „realen Leben“ noch viel mehr umzusetzen gilt. Durch gegenseitiges Respektieren und dadurch, das gegenseitiges Sein anzuerkennen.

„Jeder ist seines Glückes eigener Schmied“, sagte letztens jemand zu mir. Am Anfang dachte ich: „Hmm, was für ein klassischer Spruch mal wieder.“ Doch nach kurzer Zeit wurde mir klar, dass sich dahinter etwas mehr verbirgt. Wenn wir uns diesen Satz wirklich zu Herzen nehmen, dann liegt viel Wahrheit darin. Man muss nur herausfinden, wie oder was das Glück für einen selbst ist.

Weg von den Bewertungen, weg von der Masse, weg von alten Strukturen. Viel mehr hin zu dem Neuen, das einem mitunter etwas Angst machen kann und irgendwo auch Mut erfordert. Aber eines ist gewiss: Auch wenn‘s daneben geht, gewinnst du etwas. Selbst wenn es „nur“ ein Mehr an Erfahrung ist. Und vor allem sind dies keine Entscheidungen, die für die Ewigkeit sind. Vieles kann sich so schnell ändern, wie wir anhand der letzten Monate deutlich zu sehen und spüren bekommen haben.

Viele liebe Grüße, eure Franzi

BLOG 29

28.04.2020

SPORT

Saison RÜckblick 2019/20

Hallo ihr Lieben, ich hoffe euch geht es gut. Und der Corona „shutdown“ hat euch nicht zu viel ins Wanken gebracht. 

Für mich war es eine aufregende Zeit, denn soviel Zeit im März und April habe ich noch nie zuhause verbracht (bis auf meine Verletzungen). Noch  dazu war auch für uns sehr vieles ungewiss, angefangen von der Planung bis hin zum Training waren viele Sachen unklar. Ganz ungewohnt für uns, da wir doch immer Zeitlich gebunden sind und gefühlt der April einer der stressigsten Monate im Jahr mit Ski Tests, den letzten Rennen und schon der neuen Vorbereitung auf die kommende Saison ist. War wohl heuer nix. Dafür haben wir Zeit geschenkt bekommen um zu reflektieren, Dinge zu machen die sonst zu kurz kommen und ehrlich gesagt mal Luft zu holen.  Deshalb nehme ich euch auf einen kurzen Gedanken Sprung mit. 

Letzten Sommer hatte ich den Entschluss gefasst, eines nach dem anderen anzugehen. Den Fokus auf Slalom, Riesenslalom zu legen, nach und nach wieder die Kombination mit zu nehmen und endlich den Schritt Weltcup zu nehmen ohne hin und her zu springen auf den Ebenen Europacup und Weltcup. Zudem bekam ich eine sehr liebevolle Karte im September geschenkt, ich erwähne sie deshalb weil sie in mir ein tiefes Gefühl ausgelöst hat und mich immer wieder daran erinnert hat was diese Saison wichtig  für mich ist und mich auch daran erinnern sollte endlich auch zu zeigen was in mir steckt. Auf der Karte stand „Jetzt stehst du vor einer neuen Saison- deiner wohl wichtigsten in deiner bisherigen Karriere, zeig ihnen deine Leidenschaft, deinen Mut und dein schönstes Lächeln“. Wow, da war soviel Wahrheit drinnen. Somit sollte es wohl los gehen, gleich in Sölden. Ein unglaublicher Start in die Saison ich glaub ich bin bereit. Bereit zu starten und meinen Weg zu gehen, meine Erfahrungen zu machen und dennoch dort und da in mancher Situation mal wackeln, wie es im Leben auch ist, wenn man etwas Altes aufgibt und etwas Neues etablieren will.

Die Saison war einfach eine unglaublich spannende, schöne, aufregende und zugleich für mich persönlich bisher eine der erfüllendsten. Was aber nicht nur mit meinen ersten Stockerlplätzen im Weltcup zusammenhängt oder nur diesen Erfolgen zu zuschreiben ist. Sondern viel mehr damit zusammenhängt das ich ein großartiges Team um mich habe, ob zu Hause oder Unterwegs. Natürlich waren die „ups und Downs“ auch mit von der Partie, aber das ist das Leben und wo keine Wellen sind, da ist keine Bewegung. Viel wichtiger ist doch das wir lernen auf den Wellen zu surfen, es genießen uns weiter zu entwickeln und wir mit Menschen umgeben sind , die die Lebensfreude mit dir teilen.

Ich bin unglaublich Dankbar und Stolz auf diese Saison. Zudem freut es mich wahnsinnig, dass ich mich mit meinen beiden Herzensdisziplinen Riesenslalom und Slalom unter den TOP 30 der Welt etabliert habe. Die Schritte nach vorne haben gepasst, waren extrem wichtig und haben mir endlich selber vor Augen geführt was möglich ist. Meine Zweifel sind kleiner geworden und waren an manchen Tagen kaum zu spüren. Ich bin davon überzeugt, dass das der Weg ist – mein Weg. Voller Vorfreude auf die nächste Saison, bin ich schon gespannt was das Leben alles bereithält. 

Ich wünsche euch nur das Beste eure Franzi 

 

BLOG 28

26.03.2020

Privat

Zum Glück sind wir ein Gewohnheitstier

Hallo ihr Lieben, ich hoffe euch geht es gut und ihr findet euch im Homeoffice gut zurecht.

Zum Glück ist nicht alles für immer und zum Glück können wir uns relativ schnell anpassen. Und so wird das Neue schnell zur Gewohnheit.
Wahrscheinlich war für uns alle die erste Woche in Isolation mehr oder weniger die schlimmste, weil es einfach eine komplette Umstellung war. Zugleich aber auch eine leichte, weil wir viele Aufgaben erledigen konnten. Dennoch, finde ich, fängt gerade in der zweiten Woche der Kopf viel mehr an, Fragen zu stellen. Denn in der ersten Woche konnten wir uns alle noch fest mit dem Putzen, Garten, dem Chillen und dem Einrichten unseres Homeoffice ablenken. In der zweiten Woche waren viele Aufgaben schon erledigt, und man wurde mit Fragen, Ängsten, Einsichten über alles und sich selbst konfrontiert.


Aber wisst ihr was? Ich denke mir, dass DAS die Chance ist, die wir (hoffentlich) kein zweites Mal bekommen werden. Jetzt ist Stillstand und man kann reflektieren. Darüber wie man bisher seiner Arbeit und seiner Freizeit nachgegangen ist, oder wie (hektisch) man durchs Leben gelaufen ist, von einem Termin zum nächsten und nicht mal beim gemütlichsten Kaffeeratscher ruhigen Gewissens länger bleiben konnte, weil man ja noch Yoga, Fitness oder sonst was erledigen musste. Sonst wäre man ja nicht mehr Teil der Gesellschaft und bekommt nicht alles unter einen Hut, wie man sich das so vorstellt.
Ganz klar Zeit, sich zu fragen welche Gewohnheiten man eigentlich schon lange los werden möchte?
Wo wünscht man sich mehr Strategie, wo mehr Freiraum und Zeit für die wirklich wichtigen Dinge?
Wollen wir weiter durch den Tag rennen und uns denken „Wann kann ich endlich verschnaufen?“ oder schaffen wir es jetzt, wo uns mal nichts davon läuft, endlich unser Verhalten zu ändern und neue Gewohnheiten zu kreieren?
Gewohnheiten, die für uns selbst stimmig sind und nicht für die Gesellschaft? Wir das Einordnen von gut und schlecht weglassen?
Weil wir einfach sind und uns wichtig ist, dass wir unser Leben authentisch leben? Auch wenn wir dann vielleicht manchmal kein Vorzeigeobjekt sind? (Denn ganz ehrlich: Wann sind wir ein richtig gutes Vorbild? Mehr zu meiner Meinung in einem anderen Blog!) Oder fallen wir nachher wieder in dieses Muster, dass jeder gleich dünn sein muss oder wir genau diese und jene Aufgaben erfüllen müssen, weil wir sonst nicht in das gesellschaftliche Bild passen, das wir „gut, super und erfolgreich“ nennen? Übrigens glaube ich auch, dass für jeden Erfolg etwas ganz unterschiedliches bedeuten kann.

Klar sitzen wir alle im gleichen Boot und ich weiß, dass gerade die Unsicherheit uns alle etwas zermürbt. Aber ich bin davon überzeugt, dass es für alle eine Lösung gibt und wir uns gerade jetzt, in der Zeit, in der wir zuhause sind, den Dingen/Themen widmen können, für die wir sonst die klassischen Ausreden parat haben!
Zudem hoffe ich, dass die Situation ernstgenommen wird und jeder sich an die Regeln hält, auch wenn es jetzt sehr viel Durchhaltevermögen braucht. Schützen wir uns einfach selber und zugleich auch andere, in dem wir alle daheim bleiben! : – )

Ganz viel Gesundheit und Durchhaltevermögen. Bis bald, eure Franzi

BLOG 27

26.03.2020

Sport

Sportlich durch die Corona Zeit

Hallo,
ich hoffe euch geht es gut und ihr seid alle gesund!

Wahrscheinlich geht es uns derzeit allen gleich: Wir befinden uns mehr oder weniger im „Home Office“ und das ist gerade für mich als Freiluftsportler eine ganz neue Situation. Da ich das Training draußen in der Natur doch sehr liebe, heißt es, sich so schnell wie möglich umzustellen. Denn mittlerweile habe ich mir als Alternative zumindest ein cooles Gartenoffice mit diversen Trainingsgeräten zurecht gemacht. Dank der super Unterstützung vom Therapiezentrum Radl, wo ich immer mein Sommertraining absolviere, kein Problem.
So abrupt wie die Saison beendet wurde, war dann auch zu Hause Stillstand. Diesen nutzte ich in der ersten Woche, um einfach mal runter zu kommen und meinen Frühjahrsputz zu erledigen. Zudem war ich noch nicht wirklich motiviert mich kopfüber in das Sommerprogramm zu stürzen, weil es doch eine sehr komische Situation für uns ist, da wir normalerweise ja noch im Wettkampfmodus sind.

Ich habe mir deshalb die Zeit genommen, um zu reflektieren, zu entspannen, mal nichts tun zu müssen und ich wieder motiviert bin und einen richtigen Antrieb verspüre. Mir ist das deshalb so wichtig, da ich nach meinen Verletzungen mit dem ständigen Vollgas und immer 110% geben schon ein gewisses Lehrgeld zahlen musste. Auch der Kopf hat mal etwas Ruhe und Abstand verdient, nicht nur der Körper. Wer mich kennt, der weiß wie wichtig es mir ist, dass es ohne Muss und Zwang geht. Damit habe ich nämlich noch nie etwas gewonnen und schon gar nicht viel bewegt in meinem Leben.

Wie auch schon in meinem persönlichen Blog erwähnt, denke ich hier relativ ähnlich über die momentane Situation. Ich möchte sie als Chance nutzen, für mich und meinen Körper das richtige Maß zu finden und mit diesem Maß noch stärker zu werden. Vielleicht auch, um die ein oder andere Herangehensweise nochmal zu überdenken, um mein Potential noch besser auf den Punkt bringen zu können.

Wie gesagt, in der ersten Woche waren noch einige Aufgaben zu erledigen ehe ich zur Ruhe gekommen bin. Dann hat’s noch ein bisschen gedauert bis mich in der zweiten Woche wieder die Motivation gepackt hat und ich einfach kreativ meine Einheiten trainieren konnte. Frei von jeglichen Plänen, einfach was mir Spaß gemacht hat und mich auf meinem Leistungsniveau hält. Von Grundlagen bis Zirkel und ein paar Übungen mit der Hantel waren verschiedene Sachen dabei. Es war auch eine gute Abmachung mit meinem Trainer nicht sofort wieder zu 100% nach Plan arbeiten zu müssen. Ich wollte einfach nicht gleich abstumpfen. Das kommt alles noch früh genug diesen Sommer. Denn schon bald folgt wieder der Alltag, die genauen Trainingspläne mit den Strukturen und Schwerpunkten.
Ich werde euch auf dem Laufenden halten und es wird sicher noch ein persönliches Statement zu der abgelaufenen Saison in einem anderen Blog geben.
Bleibt gesund und fit – auch in der Quarantäne.

Bis bald und liebe Grüße, Franzi

BLOG 26

18.03.2020

Sport

Energiehaushalt im Sport

Hallo ihr Lieben,

einmal mehr eine Einsicht und ehrliche Antwort zu Trainingspausen und Regeneration, was für eine Rolle die Sichtweise und Einstellung spielt, wie es mir kurz vor dem entgültigen Stopp ging und wie wir eigentlich die Unruhe schon vor dem ganzen Virus an unseren Programmänderungen merkten:

Wenn ich ehrlich bin, ist es sehr wichtig das Training zu steuern, Pausen einzulegen und auch Reize richtig zu setzen.
Aber auch einmal mehr wichtig (und vielleicht sogar noch wichtiger), ist, wie es einem emotional geht. Wenn du ein sensibler Mensch bist, kann dies viel gravierender sein als eine körperliche Pause.

Gerade in Zeiten, in denen soviel in der Luft hängt und Programmänderungen tagtäglich sind, ist es sehr schwer und herausfordernd bei einem selbst zu bleiben. Man soll ja das Training mit der gewissen Lockerheit fahren und ohne sich im Bezug auf die Rennen zu stressen. Da kommt es schon viel darauf an, wie relaxed du gerade emotional bist und was für ein Typ von Mensch du bist. Bist du sehr perfektionistisch, sicherheitsbedacht und hast vielleicht noch dazu kurzzeitlich nicht das größe Vertrauen in dich selbst, bist du „geliefert“, wenn wir ehrlich sind.

Deshalb glaube ich, dass es extrem wichtig ist Tag für Tag zu nehmen, die wesentlichen Dinge zu erledigen bzw. zu erarbeiten und jegliche Gedanken auf „Wenn und Aber“ und „Wie, wer, wo, was?“ so gut es geht auf Null zu schalten und die richtigen und aktuell wichtigen Schritte zu machen.

Wie schwer das ist, kann jeder selber einstufen und einschätzen. Wenn man zur Arbeit geht und dort 100%ig anwesend sein möchte, aber weiß, dass zu Hause der Hut brennt oder man andere Erledigungen im Hinterkopf hat, wird es mit der Konzentration schwierig.

Vielleicht gehört es aber dazu zum Prozess des Wachstums und den Herausforderungen des Lebens und irgendwann wird uns dann klar, dass das alles Dinge sind, von denen wir uns niemals aus der Ruhe bringen lassen sollten.

Denn jeder Tag hat nunmal „nur“ 24 Stunden – deshalb sollten wir so gut es geht jede davon nutzen und in vollen Zügen genießen.
Auf keinen Fall sollten wir sie daher mit unnötigen Energieräubern oder Ereignissen verbringen, die wir sowieso nicht beeinflussen können.

Theoretisch einmal mehr alles easy, es wird aber Zeit, das auch in der Praxis umzusetzen 🤞🏼. Vielleicht stellt uns genau diese Zeit jetzt etwas mehr Herausforderungen zu diesen Themen und wir können gleich daran arbeiten.

Ihr hört ganz bald von mir.

Alles Liebe und ganz viel Gesundheit derweil, eure Franzi

BLOG 25

20.03.2020

Privat

An Tagen wie diesen ist alles anders und doch haben wir einen Alltag

Es ist eine schockierende Situation für uns alle. Aber wisst ihr was? Viele Dinge, die für uns normal waren bekommen jetzt eine enorme Bedeutung und ich persönlich finde, das ist schon ein positiver Punkt in der doch sehr heiklen Lage.

Vielleicht verhilft es uns allen zu mehr Bewusstsein. Hilft es uns, Dinge richtig wertzuschätzen und den wirklich wichtigen Dingen, vorallem den richtigen, mehr Wert zu geben.

Vielleicht hilft es uns dabei, uns Dingen zu widmen, denen wir längst keine Beachtung mehr geschenkt haben, weil wir immer glauben, dass das Leben draußen ist, in irgendeiner Stadt oder an irgendeinem Ort, an dem es etwas „Sehenswertes“ gibt.

Höher, weiter, schneller – das Motto der letzten Jahre! Und jetzt von Hundert auf Null zu gehen ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Wahnsinn.
Sich Probleme zu schaffen oder zu haben, die längst keine Probleme sind, Unzufriedenheit und kein bisschen Dankbarkeit zu zeigen, das nenn ich Dinge die zum Vergleichen sind wie ein Krümmel vom Kuchen!

Ist es wirklich das, was wir immer brauchen? Etwas Großes, das uns alle einschränkt ohne dass wir selber mal Konsequenzen setzen, über unser Verhalten oder vielleicht darüber nachdenken, ob es immer einen Auslöser geben muss?

Eigentlich ist es nicht meine Aufgabe und wahrscheinlich auch nicht mein Recht, aber ich möchte einfach ein Vorbild sein und Dinge ernst nehmen. Gerade in dieser Situation. Die Schwachen zu schützen und einfach bewusster zu leben.

Ist euch eigentlich auch aufgefallen, dass es auch während des ganzen Chaos einige gibt, die die Ruhe dringend brauchen? Denen es wirklich hilft, die es teilweise sogar genießen und gesünder werden? Weil unsere Gesellschaft generell schon an der Kippe war und das Tempo immer noch schneller wurde. In Wahrheit sind viele in Unternehmen, Betrieben, im Privaten aber auch in Familien permanent auf Starkstrom gelaufen. Ob wir es jetzt wollen oder nicht, es ist Zeit den Starkstrom mal abzustellen. Und das Leben wieder „normal“ zu leben – und dazu gehören Partys, Urlaube und weitere Ausflüge in irgendein Land nicht dazu. Ich glaube jetzt lernen wir wieder zu verstehen, was die wirklich wichtigen Dinge im Leben sind.

In diesem Sinne, viel Gesundheit und Durchhaltevermögen.
Alles Liebe, eure Franzi

BLOG 24

02.03.2020

Sport

Flashback - wenn du weisst, dass etwas möglich ist

Hey ihr Lieben,

nachdem die letze Alpine Kombination der Saison leider wegen zu viel Neuschnee abgesagt wurde, sind wir am Weg nachhause und ich bin dabei die letzte Zeit noch einmal Revue passieren zu lassen. Hier also ein kleiner Einblick dazu:

Es war eine richtig lässige Zeit und wie ihr wisst, mag ich die Abwechslung der Disziplinen sehr gerne. Aber alles auf einmal geht auch nicht immer. Deshalb bin ich sehr frog über die Planung und Herangehensweise, die wir dieses Jahr gewählt haben.

Mit Vorfreude bin ich schon zu den Speedrennen angereist, was meist ein gutes Zeichen ist. Zudem gab mir das Speedtraining, welches ich vorher absolvierte, Motivation. Es hat einfach richtig Spaß gemacht. Lange Rede kurzer Sinn – von Tag zu Tag konnte ich mich in Crans Montana steigern und jetzt, eine Woche später habe ich es vielleicht ein bisschen realisiert und kann das zweite Podium meiner Karriere besser einordnen. Ein Traum und einmal mehr ein kleiner Befreiungsschlag für mich, weil ich meine Leistung an diesem Tag auf den Punkt bringen konnte. Skitechnisch gesehen, aber auch von meiner Einstellung und dem Mental.

Mit dem Wissen, dass etwas möglich ist – man hat schon eine sehr gute Ausgangsposition geschaffen und muss „nur“ noch einen soliden Slalom fahren – am Start zu stehen ist ein spannendes Gefühl. Für mich, jetzt wo ich es ein bisschen besser und in Ruhe einordnen konnte, sehr viel Wert, dass mir das gelungen ist.
Den Wert zu beschreiben fällt mir schwer, denn es ist etwas wofür viele mit mir jeden Tag arbeiten, mir helfen besser zu werden und mir den Rücken stärken. Aber alle können dir nur bis zu einem gewissen Punkt helfen, dann stehst du alleine da und musst dein Potential zeigen. Oft passiert genau dann das Zurückziehen und das Zweifeln, aber – und das ist ein Vorteil für mich – unabhängig von dem was passiert, ist es ein unglaublich schönes Gefühl Stabilität und Rückhalt zu haben.

Auch wenn nicht jeder Tag gleich ist und sich da und dort auch wieder mal Zweifel, Unsicherheit oder ähnliches einschleichen, wir sind eben alles Menschen und vielleicht steht man manchmal mit dem falschen Fuß auf. Wie es beim Super G in La Thuile zum Beispiel war.

Ich glaube das ist es, warum jeder von uns jeden Tag hart arbeitet, um es dann am Tag X auf den Punkt zu bringen. Um das in der nötigen Konstanz machen zu können, braucht es bei mir noch ein bisschen Übung, Erfahrung und Vertrauen. Aber ich bin sehr froh und zum Teil war es auch ein bisschen Selbstbestätigung für mich und darauf werde ich aufbauen. Ich nehme wieder sehr viel Lehrreiches mit, freue mich auf eine Pause zuhause und bin mehr als gespannt wie unsere Saison weiter geht bzw. wo und wie wir unsere letzten Rennen bestreiten werden.

Alles Liebe und bis ganz bald, eure Franzi

BLOG 23

26.02.2020

Privat

Das Zeitmanagement - gehen, wenn's am gemütlichsten ist

Hallo ihr Lieben,

ist euch das auch schon mal bewusst aufgefallen, dass wir häufig aufstehen und gehen, wenn es am gemütlichsten ist? Beispielweise bei einem Kaffee oder wenn wir in einer netten Runde sitzen? Wir müssen los wenn’s am schönsten ist, weil der nächste Termin oder die nächste Verabredung wartet.

Wenn ich ehrlich bin, „hasse“ ich solche Momente! Klar, unsere Welt ist schnelllebig, wir haben Termine und „müssen“ vieles unter einen Hut bekommen. Dennoch stell ich mir hin und wieder die Frage, wo dieser ganze „Stress“, diese ganze Planerei und das viel gerühmte Multitasking eigentlich hinführen soll. Alles ist wichtig(er) und lässt oft keinen Spielraum für Spontanität. Gehetzt und gestresst läuft jeder seinen Dingen nach. Was wir aber alle vergessen ist womöglich die Gesundheit, unser inneres Wohlbefinden und unsere Ausgeglichenheit; denn die läuft zeitgleich ganz bestimmt irgendwo aus dem Ruder.

Vielleicht ist es ein momentaner Umbruch, der uns nach und nach zum Aufwachen bringt bzw. zwingt und uns feststellen lässt, dass es so nicht mehr funktioniert. Wir prallen unsanft auf, merken, dass wir uns das so nicht vorgestellt haben und dann erst ändern wir aktiv etwas.

Vielleicht sind es kleine Erlebnisse, die uns dann bewusst machen, was wir eigentlich wirklich wollen. Nämlich unseren eigenen Weg finden und entscheiden, was uns in dem Moment wichtiger ist.
Wir wollen, den Erwartungen der anderen gerecht werden und vor allem mithalten können – mit den tollsten Ausflügen, den tollsten Bergtouren oder den tollsten Bildern auf Instagram. Vielleicht möchte ich aber gar nicht auf den Gipfel, von dem schon Tausende vor mir ein Foto gepostet haben, gehe trotzdem hinauf und merke, dass es mir keinen Spaß macht und ich absolut nicht davon beeindruckt bin. Vielleicht habe ich wegen dieser Bergtour oder jenem Ausflug sogar eine nette Verabredung abgesagt oder bin weggestürmt von einer guten Unterhaltung und bereue es nachher. Womöglich sollten wir aus solchen kleinen aber feinen Situationen lernen – ich versuche sie zumindest wahrzunehmen und mein Leben mit Momenten zu füllen, die mein Herz berühren und strahlen lassen. Denn das ist, glaube ich, alles was zählt.

Eine kleine Anregung zum Schluss, eine Erinnerung aus meiner Kindheit:
Wenn ich mit durfte zum Einkaufen konnte es leicht mal 20 oder 30 Minuten länger dauern, weil man eben jemanden getroffen und eine nette Unterhaltung geführt hat, auch wenn es direkt vor dem Supermarkt war. Heute haben wir gerade mal Zeit für ein „Hallo“ , knapp wird’s schon mit einem „Wie geht’s dir?“. Zeit für Social Media hingegen findet jeder. Irgendwie schon schade, wenn keine Zeit mehr für einen netten Smalltalk bleibt, denn auch die Kleinigkeiten des Lebens zählen. ☺

Vielleicht ist genau das etwas, worüber man in der Fastenzeit nachdenkt und sich ein bisschen bewusster wird. Ich versuche mich zumindest so gut es geht selber an der Nase zu nehmen und die Zeit an dem Ort, an dem ich gerade bin, zu genießen.

Alles Liebe und bis bald, eure Franzi

BLOG 22

26.02.2020

Sport

Update seit Langem und mein zweites Podium

Hey ihr Lieben,

nach einer längeren Pause in meinem Blog, melde ich mich wieder persönlich zu Wort. Es war einfach viel los und daher wenig Zeit für mich am Computer. Zwischn Trainingseinheiten, einem hatnäckigen Schnupfen (dermich immer noch teilweise im Griff hat) und den jetzt wieder gewohnten Rennwochenenden, gab es einiges zu tun für mich. Zudem wollte ich auch etwas Zeit für mich persönlich und für meine Freunde haben, aber auch zum Reflektieren und um mich mit deien Gedanken zu beschäftigen.

In den vier Wochen Rennpause zwischen Sestriere und Kranjska Gora hatten wir sehr gute Traininsgeinheiten und nutzten die Zeit, um an technischen Mankos, dem Material aber auch an der Herangehensweise generell zu arbeiten. Für mich standen in dieser Zeit auch ein paar Tage Super-G-Trainings am Programm, um mich auf die bevorstehenden Rennen vorzubereiten und auch wieder das Gefühl für die Geschwindigkeit zu bekommen.

Wie sich dann gleich in Kranjska Gora zeigte, machte sich die Arbeit bezahlt und wir konnten ein cooles Teamergebnis und gute Teilpassagen mitnehmen. Ich war teilweise sehr zufrieden mit meiner Leistung, dennoch gilt für mich, das was ich kann einfach auf den Punkt bringen. Aber wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel. Und dieser stimmt – meine Stimmung und meine Motivation sind sehr gut und ich freue mich auf die nächsten Aufgaben. Denn im Moment geht es für mich noch einmal Schlag auf Schlag mit einem vollen Rennkalender bis zum Saisonsende. 🙂

Zurück von Kranjska Gora gab es einen kurzen Zwischenstopp zuhause um mich etwas zu erholen und endlich meinen hatnäckigen Schnupfen los zu werden, ehe das nächste spannende Wochenende vor mir lag: Das Abfahrtstraining, mein Debüt in einer Weltcup-Abfahrt und mein zweiter Podestplatz im Weltcup in Crans Montana.

Mir hat’s richtig getaugt wieder mal auf den langen Skiern unterwegs zu sein und ich konnte mich Tag für Tag steigern. Auch die Speed-Gruppe hat mich sehr nett aufgenommen und warm empfangen, was enorm wichtig für mich ist. Da fühl ich mich gleich wohler und es fällt mir auch leichter meine Leistung zu zeigen. Somit war ich von Beginn an sehr locker. Unglaublich lässig war für mich der Sonntag, an dem die Alpine Kombination am Programm stand. Ich konnte mein Skifahren schon im Super G gut auf den Punkt bringen und war sehr zufrieden und mega glücklich, dass es mir auch noch gelungen ist, ein soliden Slalom ins Ziel zu bringen. Zudem freut es mich sehr, dass sich die Arbeit lohnt oder besser gesagt meine Allrounder-Fähigkeiten langsam auch Früchte trägt. Deshalb auch ein riesen großes Danke an mein Team und alle, die mich unterstützen.

Bald geht’s weiter in La Thuile mit den nächsten Rennen, ich wünsche euch inzwischen alles Gute und einen guten Start in die Fastenzeit 😛

Alles Liebe, eure Franzi

BLOG 21

20.01.2020

Sport

Kurzer Blick hinter die Kulissen zwischendurch

Hey ihr Lieben,

heute melde ich mich mal wieder zu Wort und lass euch kurz einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Natürlich ist es immer sehr bitter, wenn du aktuell gut drauf bist und es dann im Rennen nicht zeigen kannst. Für mich gehört, wie ihr wisst, immer der Mensch als Ganzes in den Mittelpunkt und was für mich unter diesem Aspekt Fakt ist, ist: Funktionieren funktioniert nicht mehr!

Du musst es leben, musst bereit sein über deine Grenzen hinauszuwachsen und gerade durch solche kleinen Hürden kannst du wachsen – wenn du es zulässt.
Was natürlich geschrieben wieder einfacher klingt als praktisch angewandt. Es braucht Geduld, Vertrauen, den Sprung über den eigenen Schatten und, einmal mehr, die gewisse Akzeptanz einem selbst gegenüber.

Denn in Wahrheit liegt soviel so nah zusammen. Am Samstag waren es 0,20 s – das ist nicht mal ein Wimpernschlag. Es fordert dich aber heraus, trotzdem zu vertrauen und deinen Weg in dem Wissen zu gehen, dass die Richtung stimmt und nur eine Kleinigkeit, ein Selbstzweifel mich zurückgehalten hat, an diesem Tag mein volles Potential zu zeigen. Manchmal sind wir auch am Rennhang mit eigenen Grenzen, vielleicht sogar Ängsten, die uns kleinhalten, konfrontiert.
Trotz alledem bin ich der selbe Mensch, die selbe Persönlichkeit – weder größer noch kleiner. Vielleicht etwas näher an mir, an meinem persönlichen Weg.

Der Erfolg hat nichts direkt mit der reinen, eigenen Persönlichkeit zu tun, denn er macht uns weder besser noch schlechter! Eine Zeit lang können wir vielleicht Defizite aus anderen Bereichen kompensieren, aber irgendwann ist auch das vorbei und du willst nichts mehr mit Äußerlichkeiten kompensieren. Denn alles liegt in dir.

Niederlagen gibt es öfter, ich glaube es geht aber darum, wie du mit solchen umgehst! Klar war es ein Dämpfer und hat mich kurz berührt, aber ich l(i)ebe ich diesen Sport zu sehr, um mich davon beirren zu lassen. Wäre auch schlecht, denn dann wäre ich fehl am Platz. Aber ganz klar geht es um den Weg – und der Weg ist das Ziel! Ich bin davon überzeugt, dass er stimmt, ich noch viele Erkenntnisse gewinnen kann und dadurch immer größer werde.

Für mich steht jetzt eine Pause zuhause an, welche ich fleißig fürs Konditionstraining und auch ein bisschen Erholung nutzen werde, ehe es für uns wieder zum Schneetraining geht, um für die restliche Saison fit zu sein ☺

Ich freu mich jetzt schon drauf. Genießt das herrliche Winterwetter!
Alles Liebe, eure Franzi

BLOG 20

18.01.2020

Privat

Jeder will glücklich sein - der Preis dafür ist Bewusstsein

Je bewusster wir uns werden, desto klarer sehen wir die Welt. Uns selbst. Unsere Umgebung. Unser Umfeld. Unsere Werte. Und wir fangen an die Wirklichkeit zu sehen. Fangen womöglich an unsere Wirklichkeit zu leben. Dort fängt dann das Glücklich sein an.

Bewusst sein fängt wiederum damit an, dass du dir im Klaren bist, welche Werte dir wichtig sind. Wer du bist. Was für Eigenschaften du hast. Ob du authentisch bist. Ob du ehrlich zu dir selbst bist. Es fängt also kurz gesagt bei der Reflektion über dich selbst an. Du wirst dir klarer über deine Aussagen, siehst vielleicht das du unzufrieden bist wegen äußeren Umständen und fängst an, Menschen in deinem Umfeld in ihrer eigenen Art und Weise mehr wertzuschätzen.

Denn das Gras ist auch beim Nachbarn nicht grüner – wir glauben das irrtümlicherweise aber immer wieder!

Denn wenn wir ehrlich sind – wem von uns geht es richtig schlecht? Wir haben ein gutes Leben und worin wir uns manchmal in unseren Gedanken verlieren, ist im wahrsten Sinne ein Wahnsinn. Wir machen uns Probleme, wo wir nicht einmal welche vorfinden. Machen uns manchmal Sorgen über die kleinsten Dinge. Anstatt das herrliche Leben mit klaren Augen zu sehen. Dankbar dafür zu sein, am Morgen gesund aufzustehen und in die Arbeit gehen zu können, die wir hoffentlich alle gerne tun (wenn nicht, dann gibt es mit etwas Mut auch die Möglichkeiten etwas Neues auszuprobieren;-) Für unser Umfeld dankbar zu sein, sich füreinander zu freuen und vor allem, uns gegenseitig mal die Hand zu reichen und gemeinsam zu wachsen. Geteilte Freude ist doppelt so schön. Und wenn man andere für ihren Wert schätzt, macht es uns selbst auch glücklicher. 🙂

Es gibt natürlich bei jedem Tage, an denen nicht alles rund läuft. Mir helfen dann immer Gedanken darüber, wie gut es mir eigentlich geht und wie dankbar ich sein kann, auch für alle Erfahrungen, die definitiv nicht schön waren. Aber ich bin auch dankbar für diese Erfahrungen, weil ich daraus lernen und daran wachsen konnte. Und soll ich euch etwas verraten? Ich glaube, es hört nie auf mit dem Lernen und dem Wachsen, dem über Hürden springen und Aufgaben meistern, mit denen wir niemals gerechnet hätten.

Nimm dir selbst mal die Zeit achtsam und neutral auf dein Leben zurück zu blicken. Du wirst wahrscheinlich feststellen, dass nach jeder Hürde wieder etwas Schönes auf dich gewartet hat. Vielleicht eine sogenannte Belohnung für das, was du in einer harten Zeit durchmachen musstest.

Deshalb versuche ich, mir so oft wie möglich bewusst zu machen, was ich bin, welche Werte für mich wichtig sind, wie ich sie bestmöglich vertreten kann, was ich aktuell erleben darf, wie gut es mir geht und was ich anderen Menschen zurück geben kann – wie ich ihnen meine Wertschätzung entgegen bringen kann und ihnen ihren Wert auch mit einem einfachen Danke aufzeigen kann.

Alles Liebe und bis ganz bald, eure Franzi

BLOG 19

08.01.2020

Privat

Den eigenen Gefühlen trauen 2.0

Diese Spiel mit der Entscheidung, sich auf das Gefühl einzulassen und darauf zu vertrauen, auch wenn es auf den ersten Blick nicht logisch ist, kennen wir bereits von einem früheren Blog.

Das Schwierige in solch einer Situation ist es, nicht nur dem Gefühl nachzugeben, nein, es kommt das Vertrauen dazu und was die Krönung ist, die Angst vor dem Ungewissen! Weil es etwas Neues ist, nichts alltägliches, weil wir es ja verlernt haben, unsere Intuition mehr Glauben zu schenken, als äußeren Dingen. Weil die äußeren Dinge sind ja sichtbar und kontrollierbar. Warum sollte aber die Intuition falsch liegen? Etwa nur weil wir sie im Außen noch nicht sehen und nicht direkt beeinflussen können?

Eine spannende Herausforderung, finde ich persönlich, denn es kann zu einem ganz anderen Lebensgefühl führen, wenn man aufhört gegen sein Gefühl zu kämpfen. Wünscht sich nicht jeder glücklicher, gesünder, fitter, ausgeglichener und harmonischer zu sein? Vielleicht könnte in dieser Herausforderung ein kleiner Schlüssel liegen 😉

Denn was uns manchmal nicht bewusst ist, ist das Ausmaß solcher Entscheidungen. Sie können in weiten Bereichen unser Leben verändern. Positiv wie negativ. Kämpfe ich immer gegen etwas an, wird es mich nie loslassen und ich werde auch keine Leichtigkeit erlangen.

Bin ich aber achtsam und kann mein Bauchgefühl wahrnehmen, mich dazu entscheiden, durch eine kleine Angst zu gehen und zu warten, bekomme ich vielleicht eines der schönsten Geschenke an neuen Erfahrungen, die mir mit dem alten Muster immer verschlossen geblieben wären.

Bin ich jedoch nicht achtsam, wirble durch mein Leben wie eh und je, versuche die vermeintlich logischen Züge zu machen, weil sie dem Anschein nach die bessere Entscheidung sind, und unterdrücke mein Gefühl, wird es irgendwann eine Explosion geben und jegliche Bereiche in meine Leben werden mir um die Ohren fliegen. Da ich dann einfach zu lange gegen meine Wahrheit gekämpft und sie unterdrückt habe.

Meiner Meinung nach ist die erste Variante Nummer, nämlich durch meine persönliche Angst (welche sowieso nur von falschen Glaubenssätzen gestützt ist) zu gehen, die leichtere. Auch dort wird’s immer wieder Menschen geben, die zu dir sagen werden „Spinnst du jetzt völlig?“ Aber solange es für dich passt, du zu dir stehst und deiner Wahrheit folgst, wirst du ein wahnsinnig schönes Lebensgefühl von Freude erleben können.

Wenn du immer wegen äußeren Dingen nicht deine Wahrheit lebst, kommt es zur Explosion und dann wird es von allen Seiten noch viel unangenehmer, denn dann musst du von heute auf morgen dein Leben neu sortieren, richtig radikal, ob du willst oder nicht.

Die Wahrheit währt am längsten, denn irgendwann kommt sie sowieso ans Tageslicht und setzt sich durch.

Viel Spaß beim Einlassen auf euer Gespür und dem Vertrauen.
alles Liebe, eure Franzi

BLOG 18

29.12.2019

Privat

Das Jahr 2019 ist Geschichte und schon wieder haben wir 365 Tage mit Höhen und Tiefen erlebt.

Für mich ist es Zeit zu reflektieren, prinzipiell mach ich das ja das ganze Jahr über immer mal wieder wenn ich das Bedürfnis dazu habe oder es einfach passt und ich finde es eine sehr wichtige und positive Eigenschaft in allen Belangen. Du kannst dadurch deinen Blickwinkel auf die Dinge verändern, einen weiteren Horizont bekommem, sehen wie weit du gekommen bist, ob du dich weiterentwickelt hast oder was du aus bestimmten Situationen lernen kannst.

Gerade am Jahresende kommen einige mit Neujahrsvorsätzen – vielleicht gelingen diese leichter, wenn wir uns mal etwas andere setzten, als die Klassiker die nach zwei Wochen tabu sind.

Vielleicht mit persönlichen Vorsätzen, wie „Wie komme ich meinem wahren Sein näher?“, „Traue ich mich nach und nach zu zeigen, wer ich bin mit all meinen Facetten?“, „Schaffe ich es auch meine sensible, verletzbare Seite meinen Mitmenschen allmählich zu zeigen?“,
„Traue ich mich meine Wahrheit und meine Vision zu verwirklichen?“

Es könnte unser Vorsatz sein, Schritt für Schritt daran zu arbeiten, diese Fragen zu beantworten.

Meine persönliche Reflektion ist heuer, dass ich sehr, sehr dankbar bin für alles, was ich erleben durfte. Von den Höhen, den Tiefen, den für uns normalen Alltag, den Momenten, in denen sich mein Horizont erweitert hat und den Lernaktionen, die mich zu dem wachsen lassen haben, was ich momentan bin.

Zudem bin ich wahnsinnig dankbar über das tolle Umfeld, Team und die liebevollen Menschen, die ich um mich habe und die mir richtig viel bedeuten, Halt geben, die richtigen Worte finden, wenn es mal einen schlechter Tag gibt oder einfach die Freuden des Lebens mit mir teilen und feiern. Danke, dass ich so eine tolle Gemeinschaft um mich habe.

Einfach noch einmal dankbar die ein oder andere Situation durchlaufen lassen und dann neue Visionen, die das Herz schneller schlagen lassen, verfolgen. Ich freue mich riesig auf 2020. Lassen wir uns doch mal vom Unerwarteten überraschen✨

In diesem Sinne wünsche ich euch lieben einen glücklichen, zufriedenen Start ins neue Jahr 2020, viel Gesundheit und Freude soll euch begleiten.

Cheers und nur das Beste, eure Franzi

BLOG 17

29.12.2019

Sport

Zwischen Keksen, Lienz-Goodvibes und dem neuen Jahr

Hey ihr Lieben,

Schon gleich nach Weihnachten, ein paar ruhigen Stunden mit der Familie und dem ein oder anderen Keks, stand für uns das nächste Highlight an: Ein Heimrennen in Lienz.

Immer schön vor den österreichischen Fans Rennen zu fahren. Da spürt man einfach die Faszination für den Wintersport und das gibt uns natürlich noch zusätzlichen Boost.

Mit motivierter Stimmung und zwei Trainingstagen nach Weihnachten, ging es für uns nach Lienz. Viel Zeit blieb nicht ehe es los ging, wartete doch die übliche Rennvorbereitung mit Training, Medien und Physiotherapie.

Der Riesentorlauf stand an. Nach zwei eher verpatzen GS-Rennen, in denen ich meine aktuelle Leistung nicht zeigen konnte, war es für mich sehr wichtig wieder Punkte zu sammeln, um mich Schritt für Schritt in den Top 30 zu etablieren. Einmal mehr bestätigte sich, wie wichtig es ist, ein Team hinter mir zu haben, das mich stärkt und mit mir gemeinsam weiterarbeitet, mir Stabilität gibt und auch weiß, was in mir steckt und mir hilft konstanter zu werden! Ich wollte einfach wieder mit Herz, Lockerheit und Freude zeigen was ich drauf habe. Bei einem anspruchsvollen Rennen ist mir das gelungen – froh über und stolz auf ein paar richtig coole Schwünge komm ich immer näher heran.

Der Slalom war auch ein richtig cooler Renntag mit Sonnenschein, guter Piste und dem ersten Top 30-Startplatz in dieser Disziplin. Zudem fühlte ich mich recht gut und das Motto war „Attake“ – klar möchte man die Startnummer halten und weiter nach vorne kommen, aber „Wer nichts wagt, der nichts gewinnt“. Leider gab’s nach einem guten Start einen Einfädler, welcher kurz sehr schmerzte. Aber das Wichtigste ist das Gefühl und Vertrauen mitzunehmen, und zu wissen, dass ich schnelle Schwünge im Gepäck habe. Krönchen richten und weiter machen. Freu mich schon auf die nächsten Chancen.

Jetzt gibt es einen Zwischenstopp zuhause, um mit Familie und Freunden das Jahr ausklingen und Revue passieren zu lassen und an neuen Visionen zu schmieden.

Ich wünsche euch ein gutes neues Jahr, viel Gesundheit und unvergessliche spannende Momente 2020✨

Cheers, eure Franzi

BLOG 16

20.12.2019

Privat

Weihnachtszeit

Hallo ihr Lieben,

nicht mehr lange dann ist schon Heiligabend. Viele Weihnachtsfeiern, da noch ein Geschenk, das besorgt werden muss, dort noch ein Wichtel. Das Essen muss besonders sein, womöglich gar ein 5-Gänge-Menü, und und und.

In der Weihnachtszeit soll alles perfekt sein – aber sind wir nicht schon perfekt?

Mal darüber nachgedacht, ob es etwas gibt, das wichtiger sein könnte als die ganzen Dinge, die uns in der Weihnachtszeit stressen? Ich habe mir das das letzte Mal gedacht und mit einer Freundin darüber gequatscht. Vielleicht wäre es viel schöner, mal jemanden daran zu erinnern, dass er sich auch auf sich konzentrieren soll und sich mal eine Auszeit gönnen sollte, anstatt im Weihnachtsstress zu versinken.

Vielleicht wäre es wertvoller jemanden zu sagen, wie wichtig diese Person in unserem Leben ist, Die Gedanken, die wir mit uns herum tragen auch zu teilen und gute Stimmung zu verbreiten. Die Werte der anderen schätzen und ihnen selbst vor Augen führen – denn die meisten wissen gar nicht, wie wertvoll sie für ihr Umfeld sind. Was sie für Glanzleistungen im alltäglichen Leben vollbringen und es somit lebenswerter für die Menschen um sie herum machen. Das heißt natürlich nicht, dass es keine Geschenke gibt. Aber vielleicht haben ein paar liebevolle, berührende Zeilen einfach „Mehrwert“ als ein teures Geschenk.

Ich genieße jedenfalls die Zeit zuhause immer sehr. Ein paar nette Gespräche, eine feine Zeit verbringen, meinem Umfeld auch mal sagen, dass sie mir wichtig sind und sich einfach am Leben erfreuen und dankbar sein für alles, was wir haben.

Lasst es euch gut gehen, freut euch mit euren Liebsten und wenn mal was nicht ganz perfekt passt – denkt daran, dass ihr alle schon perfekt seid.

Schöne Weihnachten und alles Liebe,

eure Franzi

BLOG 15

19.12.2019

Sport

Wow, das macht Lust auf mehr!

Hallo ihr Lieben,

während Weihnachten immer näher rückt, sind wir wie gewohnt mitten in der Saison und es bleibt nur wenig Zeit für Kekse, Christkindlmarkt und Adventzeit.

Was auch gut so ist, denn schließlich habe ich letztes Wochenende ein ziemliches Highlight erlebt. Mein erstes Podium im Weltcup. Kann mich mal jemand rütteln? Irgendwie ist es immer noch ziemlich crazy. Sehr cool die Bestätigung zu bekommen, auch wenn man nicht danach verlangt. Einfach das macht, was man kann, mit bestmöglichen Einsatz und man dann sieht, was alles möglich ist, wenn alles zusammen passt. Natürlich motiviert das zusätzlich und stimmt mich sehr positiv, denn die Form scheint gut zu sein.

Ich bin einfach wahnsinnig dankbar und ziemlich überwältigt. Vor allem freut es mich irrsinnig, wie viele hinter mir stehen, mit mir mitfiebern und mir die Daumen drücken. Denn das macht das Ganze noch viel viel schöner und spezieller. Also: Ein riesengroßes DANKE an euch alle!

Zudem muss ich sagen, ohne einem TEAM von Leuten, das hinter uns allen steht, würde rein gar nichts laufen. Danke an die leisen helfenden Hände tagtäglich, um uns bestmögliche Trainingsbedingungen zu bieten, unseren Körper fit zu halten, schauen dass wir uns bestmöglich regenerieren können und frei im Kopf sind. Die Liste wäre ziemlich lange, wenn ich jeden persönlich erwähnen würde, aber ich denke ihr wisst, wen ich ansprechen möchte.

Ich finde dieser kleine Spruch passt perfekt dazu:
find a team, surrounded by people who understand you,
help you grow, with the way you are to be the best version of yourself.
and then never forget to treat this team with gratitude 🙌🏼

(Finde ein Team, bestehend aus Menschen, die dich verstehen, dir helfen zu wachsen und dich so nehmen, wie du bist, damit du die beste Version von dir selbst sein kannst. Und dann vergiss nie, diesem Team dankbar zu sein 🙌)

Am Sonntag ist dann alles relativ schnell passiert: Rennen fahren, Interviews, Siegererhrung, Pressekonferenz, Shuttle und dann schon der Flug nach Courchevel. Dank vieler helfenden Hände schaffte ich den Flug noch knapp. Sogar mit den Skischuhen war ich noch am Flugplatz. Hatte aber kaum meine Sachen beieinander und sogar mein Handy in St. Moritz bei meinem Servicemann vergessen. Hahaha, eigentlich eine witzige Geschichte – so schnell kann dann auch alles gehen. Viel Zeit blieb jedoch nicht, das Ganze sacken zu lassen und einzuordnen. Denn der Riesenslalom in Courchevel stand am Programm. Kurz habe ich mich geärgert, weil einfach mehr drin gewesen wäre, aber am Dienstag hat vielleicht einfach der letzte Pfiff gefehlt. Nach einer kurzen Pause zuhause sind wir schon wieder fleißig beim Trainieren. Mit neuer Energie und richtig viel Spaß lautet meine Devise „Mund abputzen und weiter machen“ 😉
Denn bald stehen schon die nächsten Rennen an und ich freu mich sehr.

Ich wünsche euch in der Zwischenzeit eine schöne Weihnachtszeit – wir werden uns auch über die Feiertage ein paar Tage Ruhe mit den Liebsten gönnen. Auftanken, gut gehen lassen, Kopf frei machen und dann geht’s in Lienz schon wieder mit einem Heimrennen weiter – ich freu mich jetzt schon.

Alles Liebe und eine ruhige Zeit mit vielen schönen erfüllten Momenten wünsch‘ ich euch.
Bis ganz bald, Franzi

BLOG 14

10.12.2019

Privat

Den eigenen Gefühlen nachgehen 1.0

Eigentlich ist es sehr verwirrend:
Früher mussten sich die Menschen auf ihr Gefühl verlassen, da dies das Einzige war, das sie wirklich hatten und dem sie vertrauen mussten – teilweise auch um überleben zu können, wenn sie einer Gefahr ausgesetzt waren.

Heute, in der neuen Zeit, in der wir sehr viel äußere Faktoren – sogenannte Hilfsmittel haben, kommen wir immer mehr weg von unserer eigenen Wahrnehmung und unserem eigenen Warnsystem. Eigentlich schockierend, dass es schon Apps gibt, in denen du erfahren kannst, wieviel du trinken sollst/musst, um fit und gesund zu bleiben. Einerseits sind die Hilfsmittel sehr erwünscht, dennoch stellen sie uns vor die Herausforderung, uns noch weiter weg ziehen lassen von unserem Gespür. Ich finde nämlich die gesündeste Einstellung ist, wieder mehr zurück zum Ursprung zu gehen. Denn wenn wir uns wieder mehr auf unsere Wahrnehmung einlassen würden, bräuchten wir alle viel weniger von den äußeren Hilfsmitteln. Die Bestätigung, ob und was uns gut tut oder nicht, finden wir schließlich wirklich NUR in uns selbst.

Und um so mehr wir uns auf unser Gefühl verlassen, mehr danach leben (was am Anfang natürlich schwer ist, da wir es schlichtweg verlernt haben), desto mehr Bestätigung kann sich auch im Außen manifestieren. Wenn wir uns auf unser Gefühl verlassen, darauf vertrauen, dass es das Richtige ist, werden wir bald auch eine Veränderung von Außen bemerken und somit eine Bestätigung bekommen. Diese wiederum bestärkt uns und wir können beim nächsten Versuch schon leichter nach unserem eigenen Gespür handeln.

Oftmals ist es verrückt und wir erkennen es erst im Nachhinein – ich glaube, das ist jedem schonmal passiert: Man musste etwas entscheiden, das Gefühl sagt links, die äußeren Umstände sagen rechts und der Schein trügt vielleicht. Wir haben uns für die äußeren Umstände entschieden, da sie ja logischer sind. Was unterm Stich dabei raus kam, war, dass wir es bereut haben, nicht unserem Gespür zu vertrauen.
Hoffentlich eine kleine Erinnerung, die uns anregt in Zukunft weisere Entscheidungen zu treffen und unserer Intuition zu folgen, auch wenn’s auf den ersten Blick manchmal ganz und gar nicht logisch erscheint.

bis bald, alles Liebe Franziska

BLOG 13

02.12.2019

Sport

Über dem Teich - Die Nordamerika-Rennen

Hallo meine Lieben,

ich hoffe euch geht‘s gut und ihr genießt die besinnliche Adventzeit.

Mein Rennwochenende in Killington war wirklich eine harte Nuss😅! Aber wie heißt es so schön: Die am härtesten verdienten Punkte sind meist die schönsten. Nach einem verpatzten Riesenslalom und obwohl ich mich richtig gut fühlte, aber einfach im Lauf selbst mit den Bedingungen nicht zurechtgekommen bin und ein zu passives Skifahren an den Tag gelegt habe, versuchte ich, es im gleichen Atemzug am Sonntag im Slalom zu zeigen.

Das Einzige, das mich am Samstag ein bisschen berührt hat, war die Tatsache, dass ich meine guten Schwünge und meine aktuelle Performance nicht zeigen konnte. Klar bewegt es mich, denn wenn es nicht so wäre, wüsste ich, dass ich den falschen „Job“ habe. Dennoch ist es ein schmaler Grat, den Fokus und den Glauben entweder zu behalten oder eben zu verlieren. Wie so oft im Alltag auch, zeigen sich diese Herausforderungen bei uns Sportlern jedoch offensichtlicher, gehen vielleicht tiefer als bei einem „normalen Job“, weil wir mit mehr Emotionen dabei sind. Denn der Sport lebt von Emotionen und das ist auch das Beste daran. Dennoch gib es da den stetigen Lernprozess und dieser fängt bei den Emotionen an und hört dort auf. Es geht im Wesentlichen darum, zu lernen mit diesen umzugehen und an ihnen zu wachsen.

Wie im normalen Leben auch, gilt es hier, die Dinge anzunehmen wie sie sind, zu akzeptieren und den Fokus wieder auf das gute Gefühl zu legen. Denn schließlich geht es darum, das Gefühl zu leben und zu zeigen, und nicht darum, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen.

Im Slalom ist es mir einmal mehr mit hoher Startnummer und unter schweren Bedingungen gelungen, ein paar wertvolle Punkte zu ergattern. Ich muss sagen, ich habe an diesem Tag alles gegeben, deshalb bin ich vorerst zufrieden mit meiner Leistung und freue mich schon wieder auf das Training und die weiteren Rennen.

Meine Lehren sind gezogen und jetzt heißt es, wieder das Gefühl „laufen zu lassen“.

Aber zuerst gib es jetzt eine Pause zuhause zum Auftanken, Zeit mit den Liebsten verbringen, Kaffee trinken, Weihnachtsstimmung aufzusaugen und einfach mal abzuschalten.

Eine schöne Zeit und bis bald.
Alles Liebe, Franziska

BLOG 12

26.11.2019

Sport

Zwischen Levi und Killington wie in der Zeitmasche

Hey ihr Lieben,

ein kleines Update von mir, wie es zwischen den Rennen so abläuft.

Angekommen im wahrsten Sinne des Wortes. Zwischen Rennen, Flughafen, Autofahrten und dem wahren Winter – es geht Schlag auf Schlag: Nach einem kurzen Trainingscamp in Schweden mit der finalen Slalomvorbereitung ging es für uns nach Levi. Gespannt auf das zweite Rennen und den endgültigen Startschuss in die Saison.

Mit dem Rennen in Levi gab‘s für mich auch gleich einen guten Start in die Slalomsaison. Sehr erfreulich war es, mit hoher Startnummer gleich in die Top 15 zu fahren und wichtige Punkte zu ergattern. Trotz eines super coolen Teamergebnisses mit dem ersten Stockerlplatz meiner Teamkollegin Kathi Truppe, blieb uns nicht viel Zeit zum Durchschnaufen oder Anstoßen.

Gleich am Abend vom Renntag ging für uns schon der erste Flug nach Helsinki, die Hauptstadt von Finnland. Von dort aus gleich weiter, gefühlt wie in einer Zeitmaschine, nach Amerika, wo am kommenden Wochenende die nächsten Rennen auf uns warten.

Die ersten Tage heißt es Jetlag verarbeiten, in den Rhythmus kommen und Kräfte sammeln,
da die Reisen schon sehr anstrengend sind. Deshalb ist es auch einmal mehr wichtig, gut auf seinen Körper und das Gefühl zu hören. Eine Balance zu finden zwischen nötiger Regeneration und den Körper mit Aktivitäten, Konditionseinheiten und auch Schneetraining wieder auf Touren zu bringen ist dabei der Fokus, damit wir für die kommenden Aufgaben und das Rennwochenende gerüstet sind. Die wenigen Trainingstage, welche wir hier in Amerika haben, werden bestens genützt, denn die Schneebedingungen passen.

Ich freue mich deshalb sehr auf das bevorstehende Wochenende und die Stimmung hier bei den Rennen. Mein Ziel ist es, wieder mit meiner Freude und Lockerheit mein Können zu zeigen und das zu tun, was ich gerne mache.

Ich wünsche euch in der Zwischenzeit alles Gute und einen schönen Start in die Weihnachtszeit am ersten Adventsonntag.

Alles Liebe, eure Franzi

BLOG 11

21.11.2019

Privat

Unabhängig sein - Unabhängigkeit leben

Hallo ihr Lieben,

in letzter Zeit habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was es für mich bedeutet unabhängig zu sein. Wie ich es mir vorstelle eigenständig zu sein und dennoch gemeinsam Dinge aufzubauen und zu verwirklichen.

Nach einigen Gedankengängen bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass es hier zwei verschiedene Ansichten gibt, welche man am besten klar zu unterscheiden weiß.

Einmal ist es die Unabhängigkeit von anderen Menschen. Ein Beispiel wäre, dass man weiß, was für einen gut ist und sich nicht immer von äußeren Entscheidungen abhängig macht. Dass man sich selbst eine Meinung bildet und zu dieser dann auch steht.

Zum anderen ist es die Unabhängigkeit in dem Sinn, dass ich zwar meine Gedanken und Meinungen mit anderen Menschen teilen kann, aber immer, ohne mich dadurch falsch beeinflussen zu lassen und mir somit selbst treu bleiben kann. Denn es gibt natürlich Themen, die wir gerne absprechen, zu denen wir uns neuen Input holen, worüber wir diskutieren und uns einfach austauschen wollen.

Was meiner Meinung nach nämlich auf keinen Fall eine gesunde Lösung in Sachen Unabhängigkeit ist, ist, wenn wir uns komplett abkapseln und meinen, alles auf unsere eigene Art und Weise machen zu müssen. Zu sagen, dass wir dies, jenen oder sonst was nicht brauchen. Denn schlussendlich entstehen große Dinge, wenn man an einem Strang zieht. Alleine wenn ich darüber nachdenke, welche Menschen mir in jeglichen Lebenssituationen weitergeholfen haben und ich mir bewusst werde, dass vieles ohne diesen Zusammenhalt und diese Gemeinsamkeit gar nicht möglich wäre. Hilfestellungen von außen anzunehmen, abzuwiegen und dann klar selbst zu entscheiden, ob es einen weiterbringt oder man doch die eigene Idee umsetzt, ist vielleicht eine gute Lösung.

Eine Freundschaft oder Familie funktioniert auch nur dann, wenn jeder auch unabhängig seine Art leben kann und man dennoch an einem Strang zieht.


Wünsch euch das Beste und bis bald, eure Franzi

BLOG 10

12.11.2019

Privat

Die Vielseitigkeit

Mhm… schon ein spannendes Wort. Jeder interpretiert es wahrscheinlich auf eine andere Art und Weise. In letzter Zeit ist mir diese Vielseitigkeit auf eine ganz bestimmte Art bewusst geworden:

Wie vielseitig kann ein Mensch eigentlich sein? Jeder hat seine Persönlichkeit mit den gewissen Eigenschaften: Stärke, Standfestigkeit, Sensibilität, Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Geduld, Großzügigkeit, Bedächtigkeit, Offenheit – ich könnte unzählige mehr nennen. Auf jeden von uns treffen gewisse Eigenschaften zu, andere eher nicht. Wenn ihr mich fragt, ist es definitiv gut sich darüber Gedanken zu machen, welche eher auf uns zutreffen. Um auf die Spur zu kommen und heraus zu finden was uns auszeichnet und welche Eigenschaften uns zu dem machen, was wir sind.

Es gibt aber einen Unterschied zwischen vielleicht unbewussten und uns bewussten Eigenschaften, solchen, mit denen wir uns selbst messen. Habt ihr euch schon mal die Frage gestellt ob es uns eingrenzt, wenn wir behaupten wir sind stark, verlässlich und pünktlich? Wie habt ihr euch gefühlt, wenn es mal knapp wurde und ihr 10 Minuten zu spät gekommen seid? Schlecht? Weil ihr ja eigentlich nicht so seid – denn meine Eigenschaft ist es, pünktlich zu sein! Oder ein weiteres Beispiel: Ihr zählt Verlässlichkeit zu euren Eigenschaften, macht ein Treffen aus und plötzlich merkt ihr am selben Tag des Treffens, dass es nicht geht, weil ihr schlicht und einfach mal voll seid und Zeit für euch selber braucht oder es kommt etwas dazwischen? Entscheidet ihr euch dennoch für das Treffen und seid danach noch ausgelaugter? Macht ihr es der Gesellschaft und euren Freunden zuliebe, weil es ja ausgemacht war? Oder sagt ihr einfach ehrlich die Wahrheit, nämlich dass ihr eine Pause braucht und euch lieber mal mit ihnen treffen wollt, wenn ihr ausgeglichen seid, aufnahmefähig und im Stande, eine gute Unterhaltung zu führen?Schwieriges Thema –  manchmal haben wir eben die Qual der Wahl, uns entweder für uns, unser System und unsere Bedürfnisse zu entscheiden oder allen zu gefallen („richtig“ zu handeln für die Gesellschaft) und stur auf unsere bekannten Eigenschaften zu pochen. Ich befürworte die eigenen Bedürfnisse, denn wenn ich ausgeglichen bin und dann etwas unternehme, ist die gesamte Stimmung gleich viel besser und ich kann meinen Freunden viel mehr geben als müde beim Kaffee einzuschlafen. Oft machen wir das aber nicht, weil wir dann glauben egoistisch zu sein. Aber eigentlich ist das Gegenteil der Fall: Wir nehmen unser Wohlbefinden war. Denn in Wahrheit bringt das Treffen beiden nichts. Wenn wir uns eingestehen, dass wir auch mal müde sind, kommen wir uns selber näher. Ein Schritt Richtung Bewusstsein. Wahrnehmung. Sich selber bewusst werden.
Aber wenn ihr euch selber bewusst seid und es jetzt doch absagt, obwohl ihr ja eigentlich verlässlich seid, dann stimmen diese Eigenschaften mit eurem Sein gar nicht überein, oder? Somit sind wir vielleicht doch alle vielseitiger, als die wenigen ausgewählten Eigenschaften uns beschreiben und auch, als wir uns ursprünglich dachten? Ist die Flexibilität in den Hintergrund gerückt, weil wir uns positionieren möchten?
Wie dem auch sei, ich werde jedenfalls weiter versuchen meiner Intuition zu folgen, vielleicht finde ich ja dann heraus, welche Strategie mit der Vielseitigkeit am besten ist.

Alles liebe und bis bald eure Franzi

BLOG 09

12.11.2019

Sport

Emotionen - wenn man etwas zurück gibt

Hallo meine Lieben,

heute möchte ich euch mal daran teilhaben lassen, wie schön es ist, all die Emotionen, Erlebnisse und echten Gefühle auf meinem Weg mit anderen Menschen zu teilen.

Nicht immer ist alles Gold was glänzt, aber ich bin fest davon überzeugt, dass alles im Leben zurück kommt. Deshalb freut es mich wahnsinnig, im Moment so viele schöne Emotionen erleben zu dürfen und noch viel mehr, diese Emotionen in anderen Menschen zu sehen.

Angefangen bei meiner Familie, die mich jeden Tag und immer unterstützt, meinen Freunden, die mich von klein auf kennen und mir immer Verständnis entgegenbringen, meinen Betreuern und den Menschen, die mich wachsen sehen und mich dabei unterstützen meine Vision zu leben, bis hin zu den Menschen, die mit mir mitfiebern und die ich damit anstecken kann, sich für einen Sport, ein Hobby oder eine Leidenschaft zu begeistern und diesem/dieser dann folgen.

Das Schöne an dieser Geschichte ist, wenn du deine Freude teilen kannst, jemanden anstecken kannst, mit dem was du machst und ausstrahlst. Womöglich auch etwas zurückgeben kannst, weil sie mit dir mitfühlen aus eigenen Erfahrungen. Aus Erlebnissen, die sie als Kinder gemacht haben oder einfach, weil sie deine Laufbahn verfolgen, wissen wer du bist und wie du versuchst jeden Tag die beste Version von dir selbst zu sein. Es ist schön, wenn ich wahrnehmen kann, welche Begeisterung sie haben oder wie berührt sie sind und dadurch anfangen, das Leben selber wieder mit anderen Augen zu sehen, wieder mehr zu leben. An das Gute glauben, seine „Arschbacken zusammen zu kneifen“ und dem Leben mit einem Lächeln entgegen zu sehen.

Ich glaube darum geht es auch – das Leben möchte gelebt werden, mit allen Facetten. Im Sport, im Alltag, in Beziehungen mit Herausforderungen, Stärken und Schwächen, mit Mut Ausbrüchen und der Echtheit.

Deshalb freue ich mich irrsinnig auf die kommende Zeit auf meinen zwei Brettern, umgeben von vielen Emotionen und geteilter Freude – gemeinsam mit all meinen Freunden, Betreuern und Menschen, die mit mir mitfiebern.

Wünsche euch einen guten Start in den richtigen Winter!

Nur das Beste, eure Franzi

BLOG 08

30.10.2019

Privat

Freude auf alles was kommt

Hey, ihr Lieben!

Heute möchte ich euch mal daran teilhaben lassen, wie ich mich manchmal fühle, wenn es darum geht, alles auf einen zukommen zu lassen.
Kennt ihr das Gefühl, innerlich ein Kribbeln zu verspüren und nervös zu sein, obwohl nichts Großartiges ansteht? Dennoch nicht locker und gelassen zu sein? Vor allem, wenn es darum geht, Dinge voran zu treiben und kontrollieren zu wollen, auf die wir womöglich in der aktuellen Situation gar keinen Einfluss haben?

„Ein Apfel fällt auch erst vom Stamm, wenn er reif ist und das Gras wächst auch nicht schneller, wenn ich versuche daran zu ziehen.“

Ich kenne das manchmal zu gut. Irgendwo möchte man immer wissen, was auf einen zukommt oder wartet. Aber würden wir all diese Dinge schon im Vorhinein wissen, wäre das Leben langweilig und keine Herausforderung mehr. Andererseits – würden wir auch die schlechten sowie guten Ergebnisse bereits im Vorhinein wissen, würden wir wahrscheinlich wahnsinnig werden.

Deshalb habe ich mir vorgenommen, alles was kommt so zu nehmen, wie es ist!
Die Vorteile? Du bist viel gelassener, es bringt dir Lockerheit, und du freust dich richtig, auf das, was auf dich wartet oder als nächstes passiert. Die Lektionen dahinter sind nämlich erstens, dass du es sowieso nicht ändern kannst. Zweitens, dass es dich nur aus der Ruhe bringt und drittens, dass du den Moment nicht genießen kannst. Alles, was wir haben ist nämlich der Moment im Jetzt. Nicht gestern, nicht morgen, nicht vor zwei Stunden. All das ist vorbei oder noch nicht da. Wenn wir es jedoch schaffen können so gut es geht immer im Moment zu leben, ist das eine der größten Bereicherungen für unser Leben.

Fast ein neues Lebensgefühl entsteht, man fühlt sich wie neu erholt. Beispielsweise wie wenn man von einem Urlaub kommt. Denn durch das Aufgeben der langen Mühe mit Kontrolle gewisse Dinge voranzutreiben oder zu beeinflussen, entsteht Entspannung und Freude – und aus dieser entsteht ein Stück Freiheit im Sein.

Natürlich alles, keine Frage, nicht von heute auf morgen umzusetzen. Wie das Meiste im Leben braucht auch dies Achtsamkeit und Übung, denn als Meister ist nich keiner vom Himmel gefallen. Aber es ist doch auch sehr schön, sich immer wieder weiter entwickeln zu können. Selbst zu wachsen und die Fortschritte nach und nach zu erkennen.

Die Freude und die Lockerheit geben einem im Leben so viel mehr zurück, als wir jemals mit irgendeiner Kontrolle erreichen können.

Wünsche euch das Beste!

Bis ganz bald, eure Franzi

BLOG 07

30.10.2019

Sport

Dahoam is Dahoam - Auftaktrennen

Einfach nur WOW. Soviel Energie, pure Freude, Sonnenschein, Familie, Freunde, Unterstützer, ein wahnsinnig cooles Rennen und auch ein Wehmutstropfen und Mitgefühl war an diesem Tag dabei.

Was für ein Saisons-Start für mich in die neue Saison und das „Dahoam“ wo es schließlich am schönsten ist. Ich konnte an diesem Tag einfach so viel genießen, ich fühlte mich wohl und wollte einfach mit meiner Leidenschaft Skifahren, das mir das dann so gelingt, war um so schöner. Langsam mit etwas Abstand auf die Dinge konnte ich es für mich noch einmal Revue passieren lassen. Denn das Skifahren war eine Sache, die ganzen Emotionen nach dem Rennen die andere. Es waren für mich so viele schöne Eindrücke. Da ich doch ein sehr emotionaler Mensch bin, steckten all diese Emotionen noch in meinen Körper und ich ließ es mal sacken. Ein schöner Tag der jedoch auch Wehmut dabei hatte, es ist nie schön jemanden stürzen zu sehen, schon gar nicht deine Teamkollegin, weil ich weiß und sehr gut mitfühlen kann wünsche ich dir liebe Berni eine gute Genesung und ganz viel Kraft. #comebackstronger

Jedoch ein sehr schönes Gefühl, wenn du diese unbeschreiblichen Emotionen auch so wahrnehmen kannst und du die Freude deiner Mitmenschen und die es wirklich ehrlich mit dir meinen wahrnehmen kannst.

Wenn du spürst wie du die Menschen berührst und wie deinem gegenüber das Herz aufgeht. Du ihnen etwas zurück gibst und sie vor Freude einfach strahlen. Weil sie dich kennen, mit dir arbeiten oder gearbeitet haben, dich unterstützen und weil sie wissen, wer der Mensch hinter der Startnummer ist. Womöglich eines der schönsten Gefühle von Gemeinschaft und Zusammenhalt.

Das war die erste Standortbestimmung des heurigen Winters. Mit diesem Zusammenhalt, dieser Leidenschaft werde ich eifrig weiter arbeiten und auch auf alle meine Ebenen achten, wie ich im vorherigen Blog erwähnt habe.

Zwischenzeitlich habe ich schon wieder Kondition trainiert und die Vorbereitung für den Slalom Auftakt in Levi aufgenommen. Bald geht es für uns nach Schweden für ein kurzes Training ehe wir nach Finnland reisen.

Die besten Grüße eure Franzi

BLOG 06

17.10.2019

Sport

One week to go – Weltcup Sölden

Hallo ihr Lieben,

der Countdown läuft, eine Woche noch, dann ist es soweit und ich stehe wieder mit brennenden Feuer im Starthaus und kann es kaum erwarten zuhause in die neue Saison zu starten.

In den letzten Wochen hatten wir ein vielseitiges Programm, Training auf den Gletschern, Einkleidung, Fotoshootings, Konditionseinheiten und etwas Zeit für die mentale Seite und Freizeit blieb auch noch.

Zum Teil haben wir schwierige Bedingungen beim Training auf den umliegenden Gletschern vorgefunden, was wiederum doch sehr gut ist, da wir sehr viel unterschiedliche Schneebedingungen testen konnten. Mit dem Trainingsverlauf bin ich so weit sehr zufrieden. Denn das allerwichtigste vorab ich fühle mich fit und bin gesund. Somit kann ich mich Schritt für Schritt weiter entwickeln. Konstanz in meiner Leistung zeigen, mich festigen und mit Freude meinen Job leben. Ich bin froh über die letzten beiden Wochen in Hintertux und Daheim in Sölden. Ich meine Daheim zu trainieren ist sowieso immer am schönsten. Wir nutzten auch die Gelegenheit am Rennhang zu fahren – was immer eine gute Sache ist, da er bekanntlich doch seine Tücken hat. Einfach ist es nie in Sölden, aber ich freue mich und bin bereit mein aktuell bestes Skifahren zu zeigen.

Im Oktober kurz vor der Saison ist es meiner Meinung nach sehr wichtig alle Bereiche so gut wie möglich ausgeglichen zu haben. In vergangenen Jahren war ich mir dessen schon bewusst, mir war es aber nicht gelungen es wirklich umzusetzen. Daher versuchte ich es heuer auch so gut wie möglich auf mein Gefühl zu hören, wovon brauche ich noch mehr, reicht es an Trainingstagen, brauchte ich Pause oder was ist das beste. Unterstützt von meinen Trainern und einem echt guten Umfeld, wo ich mich derzeit sehr wohlfühle, brachte ich auch den Mut auf zu sagen, was meine Bedürfnisse sind. Immer mehr in das Feingefühl kommen und als Team zu funktionieren das ist der Fokus.

Wie üblich freut sich jeder, dass es wieder los geht und doch sind alle sehr gespannt auf das erste Rennen, wo man steht und was es noch zu verbessern gibt. Ich freue mich wahnsinnig auf mein Heimrennen und werde einfach locker lässig Skifahren, mit meiner Begeisterung zu dem Sport der mich seit meiner Kindheit prägt, der Unterstützung meiner Familie, Freunden und nahestehenden und was dann am Tag X herauskommt, ist für mich die erste Stellungnahme der heurigen Saison, wo ich mich dann eifrig weiter entwickeln werde.

Somit wünsche ich euch ein tolles Weltcupwochenende und
ich freue mich auf eure Unterstützung bis bald alles liebe eure Franzi

BLOG 05

16.10.2019

Privat

Freude, Dankbarkeit und die Hingabe an das Leben

Klingt recht einfach, angewandt im realen Leben oft schwerer als gedacht.

Die Freude an den kleinsten Sachen kann manchmal das schönste überhaupt sein, die Dankbarkeit für alltägliche Sachen bereichern das Leben enorm und die Hingabe an das Leben selber mit allen Höhen, Tiefen und jeglichen Erfahrungen ist dann die Krönung in Perfektion. Gesagt recht einfach und zugleich wunderschön. Das Anwenden steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Praktisch sind die Dinge oftmals ganz anders als in der Theorie und das ist auch nichts Neues. Zurück zum Thema, die Freude auf gewisse Dinge kennt jeder. Die Freude grundlos glücklich zu sein dagegen nur sehr wenige, obwohl es eigentlich unsere Grundnatur wäre glücklich zu sein und uns nicht von äußeren, sichtbaren Dingen abhängig zu machen, sondern vielmehr einfach glücklich sein, weil wir es sind. Dem Gefühl vertrauen, der Grundnatur, die in uns steckt vertrauen und einfach sein. Ähnlich ist es mit der Dankbarkeit wir suchen uns immer einen Grund, Ereignis, ein Erlebnis um Dankbar zu sein, anstatt einfach mal in sich zu gehen die Gedanken auszuschalten und zu sehen, wofür wir wirklich dankbar sein sollten, das Leben was wir sind, die Gesundheit was wir haben und für alles sogar für die schlechten Tage die uns wachsen lassen. Wenn uns diese beiden Emotionen bewusst sind, können wir die nächste und vielleicht allerwichtigste Bewegung zum Leben lernen zu leben, die Hingabe an alles was ist. Alles was uns widerfährt, uns entgegenkommt, ob wir es genießen dürfen, lernen können oder es unseren tiefsten Kampfgeist weckt. Und wenn wir das schaffen, dann glaube, ich hat etwas mit Richtung Freiheit zu tun. Denn dann bist du bei dir und kannst frei leben, unabhängig von dem was passiert alles ist und du erreichst ein anderes bewusstes Leben. Klingt irgendwie alles Simple oder? Aber wie schnell sind wir wieder im alltäglichen Modus, wo wir uns nicht einmal bewusst sind was für ein glückliches wertvolles und gutes Leben wir alle eigentlich führen. Abgelenkt von den Dingen im außen die so und so sein müssen? Wer bestimmt eigentlich wie etwas sein muss? Sollten wir nicht mal lernen einfach zu sein, den Moment leben und uns in Freude, Dankbarkeit und Hingabe an das Leben selbst üben? 

Für mich ist es wichtig mit Dankbarkeit und Freude meinen Weg zu gehen. Zu leben was mir auf meinen Weg begegnet und daraus das Beste mitnehmen und ganz nebenbei auch genießen, dass diese Einstellung sogar die leichtere ist. Manchmal leichter gesagt als getan. Diese drei Wörter klingen sehr nach schönen Dingen und ich glaube sie können wahre Leichtigkeit ins Leben bringen.

Vielleicht erkennt sich jemand wieder oder hat ähnliche Gedanken,
bis bald eure Franzi

BLOG 04

10.10.2019

Privat

Für dich selber einzustehen

Hallo ihr Lieben, ich freue  mich sehr darüber mit euch meine Gedanken der letzten Reflektion über mich selber teilen zu dürfen. 

Habt ihr euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie es ist für sich selber einzustehen? Zuletzt war ich öfter mal im Zwiespalt mit meinen eigenen Gedanken bezüglich Handlungen gegen mich oder für mich. Da muss es ja irgendwie einen Mittelweg geben. Schwierig vor allem am Anfang, wenn wir es noch nicht ganz verstehen, denn wenn wir uns ehrlich sind ist es wie immer ein Spiel – das ganze Leben scheint ein Spiel zu sein, mit dem Ausgleich von verschiedenen Emotionen, Handlungen und schlicht weg die Balance zu halten. Oder in die Balance zu kommen. Und das fängt meiner Meinung nach bei mir selbst an. Es ist nicht einfach für dich selber einzustehen vor allem nicht als junges Mädel! Man darf es aber auch nicht falsch verstehen für sich selber einzustehen und nur zu fordern und anderen Anweisungen zu geben. Ein schmaler Grat, welchen man behutsam erkunden darf. Für mich selber einzustehen bedeutet, mich mit meiner Situation auseinander zu setzten möglichst versuchen bei mir zu bleiben, meinen Weg treu zu verfolgen, ohne andere zu hindern. Dieser Prozess fängt aber mit Ehrlichkeit zu uns selber an, der Auseinandersetzung mit uns selber. Wissen wer wir sind, welchen Weg wir gehen möchten, welche Facetten alle zu unserer Persönlichkeit gehören. Mut erfordert es wie erwähnt als junges Mädel allemal. Meist willst du keine Schwäche zeigen, dich beweisen, zeigen wie gut du bist, zeigen wie du mit den anderen mithalten kannst. Aber eigentlich bringt dir das alles nichts und das mithalten mit den anderen bringt dich vielleicht sogar in die ein oder andere noch größere Zwickmühle, weil es nicht dein Weg ist. 

Deshalb ist der erste Schritt zu dir selber ehrlich sein, dir bewusst werden was du bist, wohin du möchtest und Klarheit darüber zu bekommen, wie viele verschiedene Facetten zu dir gehören. Los lassen vom Vergleich mit den anderen. Auch ich habe gelernt das Rennen fahre ich nur für mich, mein eigenes Rennen, das Rennen meines Lebens mit meinem eigenen Rhythmus, wir sind alle verschieden und dürfen das akzeptieren. Aber liegt nicht schon im akzeptieren, dass wir alle verschieden sind und eine andere Geschwindigkeit haben die größte Herausforderung? Erst wenn wir das akzeptiert haben, sind wir glaube ich bereit uns selber einzugestehen, da und dort langsamer voranzukommen, da und dort eine Pause zu machen uns unseren eigenen Rhythmus anzunehmen. Und dann können wir für uns selbst auch in der außen Welt einstehen. Es laut aussprechen, dass wir nicht mehr können, mal die Schwäche zeigen (die wir sind und nicht gegen uns ankämpfen uns selber verleugnen). Aber das können oft die schwierigsten Entscheidungen sein sich einzusetzen für die eigenen Bedürfnisse, die eigene Wahrheit, aus Angst etwas falsch zu machen, anders zu sein als die anderen. Diese Gründe sind aber keines falls die Bestätigung nicht den eigenen Weg zu verfolgen, es sind nur ausreden. Wenn du dich dann aber erinnerst das es dein eigener Rhythmus ist dein eigenes Spiel ist, dann fällt es dir auch leichter, dir selbst einzugestehen, dass du dieses oder jenes Bedürfnis hast, dann gelingt es dir auch im außen für dich selbst einzustehen und du erlangst eine bessere Balance. Bist nicht mehr im Zwiespalt mit den Entscheidungen und gehst keine faulen Kompromisse mehr ein. Wenn wir aber bei uns selber anfangen und das hinterfragen, dann wird dir klarer worum es geht, es geht um dich selber wenn du bei dir selbst bist, dir klar darüber bist warum und worum es geht fallen dir die zukünftigen Entscheidungen leichter. 

Bis bald, Liebe Grüße eure Franzi

BLOG 03

06.10.2019

Sport

Veränderungen und Neuigkeiten über den Sommer

Hallo meine lieben,
mittlerweile bin ich schon wieder mittendrin zwischen Gletschertraining, Materialtests und den Vorbereitungen auf den nahenden Winter, mit einigen kleinen oder doch großen Neuigkeiten. Wie ihr wisst, startet für uns Skifahrer die Saison nicht erst im August, sondern die Vorbereitungen starten im April für die neue Saison! Für mich startete die Saison 2019/20 mit einigen Veränderungen. „Das Leben ist ständig Veränderung, deshalb ist es auch an der Zeit den nächsten Schritt zu wagen.“ Angefangen mit dem Aufstieg in den A-Kader, einem Mannschaftswechsel in die Weltcup Technik Gruppe bis hin zu meinen neuen Servicemann Rudi von meiner Ski Firma Head war einiges los im Frühjahr. Sehr erfreuliche Neuigkeiten und Chancen für mich, mich neu zu strukturieren und weiterzuentwickeln. Zudem konnte ich gleich im April mit dem neuen Team die hervorragenden Schneebedingungen nutzen und entschied mich daher für nur eine kurze Pause nach der Saison. Wir nutzten im April die perfekten Bedingungen zum Skifahren, da es als Allrounderin nicht immer einfach ist alle Disziplinen abzudecken. Daher konnte ich noch wertvolle Trainingstage für die Skitechnik, aber auch für die Speed Disziplinen Super-G und Abfahrt wichtige Trainings absolvieren. Gleichzeitig startete ich mein Konditionstraining im Therapiezentrum Radl, wo ich meine Einheiten Kraft, Ausdauer, Koordination über dem Sommer direkt vor meiner Haustüre und auch viel in der Natur abspule. Mit dem Team standen auch zwei Konditionskurse auf dem Programm, was sehr gut war, da es auch Abwechslung in den Trainingsalltag brachte. Anfang August war es dann so weit, es ging für das gesamte Team nach Übersee genauer gesagt Neuseeland, wo wir für drei Wochen unseren ersten Schwerpunkt am Schnee mit dem Aufbau von Slalom und Riesenslalom setzen konnten. Wieder zurück in Österreich angekommen waren im September noch knapp zweieinhalb Wochen Konditionstraining am Plan, welche wir dann mit den Konditionstests abgeschlossen haben und uns somit den letzten Feinschliff vor der Saison holen konnten. Aktuell sind wir auf den heimischen Gletschern unterwegs und arbeiten an unserer Basis von Neuseeland eifrig weiter, ich halte euch auf dem Laufenden.

Bis bald alles Liebe eure Franzi 

BLOG 02

23.09.2019

Privat

Persönliche Eindrücke Hautnah

Halli Hallo ihr Lieben und herzlich willkommen zu meinem persönlichen Blog und Eindrücken abseits der Skipiste. Endlich ist es so weit, meine Idee von meiner eigenen Homepage mit integrierten Blog, welcher in der Art Tagebuch von mir selber geführt wird, ist online. Die Gedanken zu meiner eigenen Homepage hatte ich schon letzte Saison mitten im Winter. Da einige von euch immer nur die Zahlen, Daten und Ergebnisse in der Zeitung oder bei einem kurzen Post auf den sozialen Medien sehen können. Ist mir aufgefallen, dass sehr viele Informationen, News oder schlicht weg einfach wie es uns geht oder was mich zum Beispiel im Moment antreibt nicht mit euch geteilt werden kann. Das war für mich ein wesentlicher Beweggrund, hier die Idee von einem integrierten Blog umzusetzen. Denn wenn wir uns ehrlich sind sehen viele, uns Sportler nur als diese. Aber eigentlich steckt viel mehr dahinter, wir können nicht immer nur funktionieren, sind keine Maschinen, sondern auch nur Menschen mit Gefühlen, Emotionen und Gedanken, die uns bewegen oder besser gesagt prägen. Um diese Seite auch aufzuzeigen und dass ihr einen besseren Einblick bekommt, werde ich mich hier ab sofort, wenn mir danach ist, frei von der Seele weg, mit Themen rund um die persönliche Meinung, was mich beschäftigt, antreibt, motiviert oder worüber ich mir manchmal den Kopf zerbreche melden. Oder auch mal einfach nur meine persönlichen Gedanken und Gefühle preisgeben. Oft habe ich nämlich Gedanken, die ich bis jetzt nicht anbringen konnte. Gedanken über  die Selbstreflektion, wie es mir in bestimmten Situationen ergeht oder wie ich mich dann schließlich entscheide zu handeln und den Weg weiter gehe. Wo sich mein Horizont auf die alltäglichen Dinge im Leben verändert. Und ihr somit einen neuen Blickwinkel auf das Mensch sein als Sportler bekommen könnt. Für mich persönlich ist es auch eine Chance zu wachsen, denn ich muss auch über meine eigenen Schatten springen, um meine Gedanken preiszugeben. Da ich mich doch greifbar mache und es wahrscheinlich nicht jeden passen und gefallen wird. Doch das gib es überall im Leben, für mich ist es eine Chance über mich selber hinaus zu wachsen. Den nächsten Schritt zu wagen. Loszulassen, unabhängig werden, von dem was außerhalb von mir passiert, um einen weiteren Schritt zu mir selbst zu finden. In Richtung Freiheit.

Bis bald, Liebe Grüße eure Franzi

BLOG 01

23.09.2019

Sport

Startschuss am Sport Blog und bald in die neue Saison

Wenn die neue Saison vor der Haustür steht, liegt meist schon ein ganzes Stück Arbeit hinter uns. Der Startschuss fällt im April. Jeder Sportler mit seiner eigenen Vision, eigenen Entscheidungen und eigenen Plan um noch besser zu werden.

Spannend für die Zuschauer und Sportinteressierten wird’s natürlich erst wenn Rennen anstehen. Welche Rennen wir aber im Sommer mit uns selber fahren, welche verschiedenen Bereiche trainiert werden und was es ausmacht das gesamte zu einem Ganzen zu bringen zeigen dann meist die Erfolge im Winter.

Was aber alles dahintersteckt, sehen viele nicht, denn bei einem Lauf im Winter der eine Minute und 30 Sekunden lang dauert, der volle Achtsamkeit, Konzentration, Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Aktion und Reaktion von einem verlangt, dort kann das auf den ersten Blick auch nicht gesehen werden. Zudem sollte das Mindset für Renntage und die ganze Saison auch noch stimmen.

Wo fängst du an wo hörst du auf? Welche Bereiche haben die Priorität. Die Antwort muss jeder selber für sich herausfinden. Für mich ist es ein Ganzes. Die Balance muss stimmen,
körperlich, mental, emotional alle Ebenen müssen ausgeglichen sein.

Angefangen von einem Team das dich umgibt, wo du dich wohlfühlst. Beraten von deinen engsten Familienmitgliedern, Bekannten, die dich von klein auf kennen, die dich haben aufwachsen sehen und Trainern denen du richtig vertraust.
Einen gemeinsamen Plan mit der ähnlichen Einstellung, dem Verständnis deiner Denkweise, Lebensweise und deinem Warum.
Strukturiertes, hartes Konditionstraining abgestimmt mit der richtigen Regeneration. Umgeben von einem motivierten, zum pushen angeregten Trainingsumfeld.

Wie es beim Konditionstraining mit dem Aktiv und Passiv ist. Ist es meiner Meinung nach mit allem, auch mit dem Mindset.
Aktiv an der mentalen Verfassung für den Winter arbeiten, nicht aber übertreiben.
Sich mit dem Gefühl auseinandersetzen, Emotionen wahrnehmen und spüren. Darin aber nicht verlieren.
Auf den Körper hören was er braucht und was nicht. Pushen wenn’s zum Pushen ist. Nachgeben, Pause gönnen, wenn der Körper genug hat.
Ausgewogene gesunde Ernährung praktizieren, in dem ich auf meine Bedürfnisse höre und nicht strikt und eiskalt eine gesonderte Diät stur verfolgen.

Ein schmaler Grad, die richtige Balance zu finden. Das richtige Setup. Mein Setup läuft auf das gesamte hinaus.

Das war’s vorerst, mit weiteren Themen werde ich euch bald am laufenden halten.
Alles liebe eure Franzi

Element 12

Body, Mind, Soul. Ganz(heitlich) oder gar nicht. Ich lebe nach einem einfachen Prinzip. Mein persönliches Glücksprinzip. Eine wahre Herzensangelegenheit. Und das Dreieck stehe dabei als Synonym für die wichtigsten Faktoren in meinem Leben. Im persönlichen wie auch im sportlichen. Und vor allem im seelischen. Denn ohne Soulset kein Mindset. Ohne Dreiklang kein Einklang. Und ohne Balance keine Bestzeit.